Glück gehabt, Norweger!

Zum Glück müssen wir nicht jeden Morgen in den gleichen Kindergarten wie „Richi“ D. Precht aus Solingen. Also jener nach Aufmerksamkeit gierende und auf Publizität geile Philosoph, der uns oben im Film die „schwere Frage“ (sic!) beantwortet nach der Definition von fortuna beziehungsweise fortune mit Begriffen wie „Freude, Unbeschwertheit“ sowie „Genüsse“ des Geistes oder wahlweise des Körpers, um mit oft fragendem Blick in dem Hammersatz zu enden: „Das ganze Glück ist immer mehr als die Summe seiner Teile.“ Bombe! Wissen macht Ä.
Zum Glück könnten wir auch wegen ihm nach Norwegen auswandern, wenn uns danach wäre. Denn dort lebt das glücklichste Volk der Welt, berichtet der soeben erschienene „World Happiness Report“ (links im Bild). Zum fünften Mal erschien diese Studie im Auftrag der Vereinten Nationen (UN), für die Forscher der New Yorker Columbia University unter anderem Länder mit den quasi zufriedendsten und unzufriedendsten Erdbewohnern durch Befragungen ermittelten. Immerhin schafft es Deutschland vor Belgien, Luxemburg und Chile auf Platz 16 der Glücksgunst-Tabelle, die unverständlicherweise nicht von „Kinder Happy Hippo“ der Firma Ferrero gesponsert ist.

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Toshiba oder der Mythos vom ehrbaren Kaufmann

Sicher, statt Toshiba könnte hier genauso gut VW stehen. Der jüngst bekannt gewordene Betrugsskandal des japanischen Traditionskonzerns von 1875 lässt allerdings aufhorchen. Auch dieser nämlich passt prima in unsere Zeit als abschreckendes Beispiel. In großzügig finanzierten Filmen übers Unternehmen – siehe oben, siehe unten – schaukeln sich Sprecher und Musik geradezu hoch in orgasmischen Lobpreisungen der Leistungen des Giganten. Darin unterscheidet sich das Unternehmen nicht von anderen Wirtschaftsriesen. Der rote Schriftzug steht jetzt aber nicht mehr ausschließlich für die Abkürzung „kyō Shibaura Denki Kabushiki Kaisha“ und damit für eine bekannte Marke von Elektrogeräten, Informationstechnologie und Industriemaschinen der Mitsui-Gruppe mit Hauptsitz in Palermo, pardon: Kawasaki. Oh, nein – nicht allein! Der unter dem Claim „leading innovation“ operierende Multi mag nicht nur Neuheiten hervorzubringen, das Management gefiel sich auch darin, ein ausgeklügeltes Erfinden von Gewinnzahlen für Bilanzen auszubrüten. Gewinnzahlen kennen wir sonst nur vom Lotto-Toto-Rennquintett. Für die Verfehlungen muss die Organisation nun laut Börsenaufsicht in Tokio insgesamt 53 Millionen Euro als Rekord-Geldstrafe zahlen, so dass selbst das Anmelden der Insolvenz nicht mehr als ausgeschlossen gilt.

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Bio im Handel: im Wandel?

„Bio schafft Zukunft“, behaupten zum Gähnen langweilig die Gastgeber im Slogan der „Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel“, die ab morgen für vier Tage in Nürnberg stattfindet. Dabei geht diesmal ausgerechnet Deutschland durch als „Land des Jahres“ bezüglich des vermutlich vorbildlichen Ziels „Building an organic future“ (baof?).
Hiesige Medien meinen deshalb im Vorfeld den Markt und das Marketing rund um diese Branche rauf und runter beten zu müssen. Der richtige Zeitpunkt also auch für dieses Portal der Wahrheit, die Fakten zu checken, wie’s heute so schön heißt, anlässlich dieses „wichtigen Geschäftstermins und emotionalen Branchenevents“, was die Messeveranstalter glatt schriftlich zugeben. Zum traumhaften Wunsch des Wirtschaftszweiges, als Kombi aus Geschäft und Gefühl wahrgenommen zu werden, passt leider überhaupt nicht das vernichtende Urteil der klugen Hausfrau oben im Film. Scharfen Kritikern ist zur Wahrheitsfindung aber hier auch Raum zu reservieren, selbst wenn ihnen wie dieser Tauschfrau das Lesen „ekelhaff“ schwer fällt.

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Marketing für alte Menschen

Das Marketing steht kopf im Zielgruppen-Spektrum zwischen alten Märschen für junge Kameraden und jugendlicher Krawallkomik über alte Menschen. Für Erstgenanntes steht das oben auf dem Filmkanal-Youtube vom Dingsbums der Bundeswehr präsentierte Fundstück „Alte Kameraden“; jener Klassiker der Militärmusikgeschichte mit hier zugefügten Kommentaren zum Gruseln, dass unsereins hören und sehen vergeht. Fürs Zweitgenannte haben vermutlich hemmungslose Heranwachsende erstens diesen üblen Absturz alter Männer auf einer Wippe gefilmt und zweitens ganz unten im Film „bewusst verletzend“ unsere Senioren rundum auf den Kieker genommen. Obwohl doch heuer viel über mopsfidele Rentner mit prall gefüllten Portemonnaies  die Rede ist, scheinen Menschen jenseits der 49 Lenze immer noch auf wenig Interesse zu stoßen bei Marketern. Ja, haben Prokuktentwickler, Serviceentdecker und Werbungtreibende denn nicht mehr zu bieten als folgendes, mir einzigartig in Erinnerung haftende Alte-Angebot? Nämlich den allseits beliebten Seniorenteller.

Symbol neuer Mobiliät alter Menschen: Rolli. Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

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Zur Medienqualität (in eigener Sache)

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„Die niedrigste Form des Daseins“ (D. Trump): der gemeine Journalist (hier: Thorsten Garber). Montage: Carina Harbarth, designplus

Die Qualität von Medien liegt mir am Herzen, seitdem ich in der Branche arbeite. Denn Verbesserungen und Weiterentwicklungen bescheren Freude. Die Lust und die Leidenschaft daran bringen beruflich weiter – nicht zwingend auf der Karriereleiter, aber doch auf vielen Stufen des Wirkens. Und es macht schlicht mehr Spaß sich den Großteil seines Tages auf Niveau mit Arbeit zu beschäftigen als mit Mittelmaß oder Schund, was in der Vermittlung von Inhalten ebenso für Empfänger gelten dürfte. Zumal das Gejammer der Not leidenden Medienwelt groß und der Geist der unappetitlichen Urheber klein ist, die in ihren Stand-by-Hirnen jährlich ein Unwort ausbrüten wie „Peanuts“ (1994), „Humankapital“ (2004), „Lügenpresse“ (2014) oder zuletzt „Volksverräter“ (2016), jüngst von der Jury ausgewählt.
cover-aufmacherBetrachten wir mal abgesehen von der gesellschaftspolitischen Bedeutung den wirtschaftlichen Aspekt: Klar zählt zur Kunst, Nachrichten und Meinungen so aufzubereiten, dass Käufer bereit sind dafür auch Geld auszugeben. Aber was wäre denn die Alternative zu Qualität, bitteschön?! „Es ist in der heutigen Zeit nicht ganz leicht, ein (neues) Zielgruppenmedium als Qualitätsprodukt wirtschaftlich zu betreiben“, las ich jüngst von einem Verleger. Sicher, nur mit dem Fehlen von Güte wird es meines Erachtens noch schwieriger. Eine grundlegende Voraussetzung für die Wertschätzung und für die Umsetzung beispielsweise von gutem Journalismus ist Kompetenz bei Medienmachern und Rezipienten, überhaupt Maßstäbe und Merkmale für Qualität zu (er)kennen, schrieb ich hier schon an anderer Stelle mit Verweis auf die einst erste Diplomarbeit dazu am Institut für Journalistik (IJ) der Technischen Universität Dortmund. Mein ehemaliger Studiengang hat kürzlich „40 Jahre Journalistik“ gewürdigt mit einem „Aufmacher“-Magazin (Cover im Bild). Als Absolvent habe ich mich auf Anfrage daran beteiligt. Im nachfolgenden Beitrag, der hier mit freundlicher Genehmigung der Herausgeber erscheint, geht’s überwiegend um Qualität – trotz Krise:

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Aufrichtiger Ausblick aufs Jahr 2017

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So wird 2017: wie Plätzchen mit Puderzucker, aber teilweise auch brüchig und fleckig. Foto: Alexandra H./pixelio.de

Ultimativ den Jahresausblick 2017 anzubieten scheint mir geeigneter hier Leserschaft einzufangen als den zigsten Jahresrückblick 2016 herunterzunudeln. Außerdem verhindert dies aus blankem Eigennutz, dass ich nicht einschlafe beim Schreiben, weil erstens per se der Akku langsam „alle“ läuft zum anno-Ausklang, und weil zweitens eine Wiederholung wie im Vorjahr schlummerlangweilig wäre. Andererseits lag ich mit dem verspäteten Startschuss für ein Jahr 2016 „kraftvoller Ausdrücke und Auftritte“ ziemlich richtig: Die Hauptdarsteller der zur Neige gehenden zwölf Monate fielen vor allem auf durch Lautstärke, Lügen und Krawall. Bezeichnendes Beispiel: Trump. Gemächlich dagegen startet das kommende Jahr mit einem Sonntag und endet mit einem eben solchen. Top! Mit der Ruhe vorbeisein wird’s aber schon am 20. Januar, wenn der 45. Präsident der Vereinigten Staaten ins Amt eingeführt wird; Frauen bleiben bitte an diesem Tag im Heim bei gut verschlossenen Türen und Fenstern. Immerhin dürfen wir zum Ausgleich gleich vier 100. Geburtstage von US-Amerikandern feiern: Zsa Zsa Gabor, Ella Fitzgerald, Dean Martin und John F. Kennedy. Glückwunsch!

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Beatles 4.0: Kunstintelligenz für Marketingmusik

Wie die Beatles als 4.0-Version klingen, hat Sony in seinem Computer Science Laboratory (CSL) mitten in Paris mithilfe von Künstlicher Intelligenz auf sogenannten Flow Machines schon mit dem Song „Daddy’s Car“ zum Ausdruck gebracht (höre oben). „Sounds like“ schreiben die Sonys noch bescheiden über ihre „Artificial Intelligence for the future of music“. Wir wissen wie unser tonreiches Kulturgut – einst als Weisen (nach-)gesungen am Lagerfeuer – verkommen ist zum heute oft nur noch musikalischen Marketingbeiwerk für die Verkauf von allem und jedem. Da fehlt schlicht das Beseelte. Die Kapitulation der Kunst vor kriegsbrüllerischem Konsumterror und künstlichem Maschinengewese scheint jetzt jedoch komplett amtlich. Spätestens, seitdem soeben die Forschungsergebnisse auf Musicstats.org vorgestellt wurden.

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Kitzeln zum Konsum

Das Kitzeln löst – jetzt endlich wissenschaftlich belegt – starke positive Emotionen aus. Nachgewiesen vorerst zwar nur bei quasi kichernden Ratten, aber bestimmt auch bahnbrechend für baldige Verkaufstricks im Konsumgeschäft, wenn erst der Schlüssel dadurch für Verhaltensbeeinflussung beim Menschen gefunden ist. Kaufen Kunden mehr ein, wenn sie vorher ordentlich an Achsel, Rumpfseite oder Fußsohle gekillert wurden bis zum Lachkrampf, erwarten uns künftig sicher im Eingangsbereich professionelle Kitzel-Crews. Für neue Begrüßungsrituale wird es auch Zeit, nachdem Modehändler Abercrombie & Fitch seine wortkargen, halbnackten und „nach Nippeln ausgewählten“ Männer-Models vor den Läden abgeschafft hat, um sie durch „Markenvertreter“ zu ersetzen, weil’s vorher Kritik hagelte und danach sogar Marketing-Chef Mike Jeffries zurücktrat. Ähnlichen Ärger handelte sich Unterwäscheverkäufer Victoria’s Secret mit seinen Mager-Models ein, worauf beispielsweise der Dessous-Hersteller „Curvey Kate“ bedenklich bekloppt und angeblich „parodistisch“ konterte mit barocken Brummern für die „Summer 2016 lingerie collection“ aus sicher auch vielen kitzeligen Kurven:

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Intensivstation gedruckter Rendite feat. Timo Wopp

Wie wundgelegen von der Intensivstation berichtet deutsches Kabarett kritisch über unser geliebtes Land, seine engagierten Politiker und seine freundlichen Finanzdienstleister. Wirtschaft gilt per se als „igitt“. Wohltuend, wenn dann mal ein Witzbold als „Wopp im Schafspelz“ mit Kompetenz und Erfahrung aus realer Ökonomie und mit echtem Insiderwissen sich der Themen annimmt, die viele Lebensbereiche berühren. Mit Wirtschaftsaffinität muss man doch nicht gleich ein Befürworter der Rüstungsindustrie sein! In hohem Tempo gehören bei ihm ausnahmsweise nicht Großkopferte zum Ziel von ausnahmslosen Wirkungstreffern, denn dieser Mann stellt stattdessen sein eigenes Fehlverhalten und damit unser aller Schuld an Miseren infrage ohne auf andere einzudreschen. Egal, ob wie bei RTL II arm blöd oder reich ausgebufft wie auf n-tv. Dies zählt zweifellos zu den Alleinstellungsmerkmalen des Comedian Timo Wopp, der exklusiv ein ausführlichesreturn-04-2016_cover Interview beisteuert für die neue Ausgabe „return 04/2016“, die am heutigen 10. November erscheint (Cover links im Bild). Unsere Intensivstation zum Blättern – der englische Begriff steht übrigens neben Rück- und Wiederkehr ja auch für Ertrag und Rentabilität – liefert als Magazin für Unternehmensführung und Sanierung mit hilfreichem Nutzwert eigentlich auch gedruckte Rendite für Entscheider der mittelständischen Wirtschaft. Denn unsere Redaktion greift vor allem auf, wie Vorbilder profitable Geschäftsmodelle pflegen, aber auch wie Firmenchefs ihre Organisation als Krisenpatient zurück zur wirtschaftlichen Gesundheit ertüchtigen. Nur Nutzwert allein reicht natürlich nicht für eine moderne Zeitschrift, die auch Orientierung, Inspiration und sogar Unterhaltung bieten sollte. Deshalb passt Wopp als selbsständiger Künstler genauso gut zum Heftschwerpunkt „Freiberufler“, weil er Lustiges wie Ernstes zu sagen hat. Und da Beschäftigte in Freien Berufen trotz Selbstbestimmung nicht nur zu lachen haben, sondern auch Nöte und Sorgen, bringt als weiteres Entertainment-Element der nachfolgende Cartoon von Stephan Rürup die Lage bestens auf den Punkt.

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Wie’s wirkt

Wie’s wirkt? „Auf der Fahrt zur Hölle erleben Sie im Wartezimmer zum Jenseits alle Variationen des Schreckens!“, wie es im Trailer zum „Thriller“ treffend heißt. Aus eigener Betroffenheit durch zuletzt ausgiebigen Arztpraxenkontakt – allen voran in Wartezimmern – weiß ich aktuell zu berichten, was wirkt und was wankt in unserem Gesundheitswesen, auf welches das obige Filmzitat übertragbar ist. Zunächst entschuldigen die zahlreichen Konsultationen von Allgemein- und Fachmedizinern meine lange Pause an dieser Stelle. Denn jeder Mensch mit ähnlichen Erfahrungen erlebt praktisch hautnah als Erkenntnis: Für Untersuchungen abseits von nullachtfünfzehn bringt man besser viel Zeit und noch mehr Durchhaltevermögen mit. Wenn es überhaupt soweit kommt, weil der winselnd vorgebrachte Terminwunsch am Telefon etwa schroff versagt bleibt mit Verweis auf akuten Aufnahmestopp oder früheste Sprechzeitenvergaben erst wieder ab dem Jahr 2024. Keine Frage: Das Rare zwingt jeden Patienten in die Knie. So stellt er keinerlei unverschämte Ansprüche wie Kunden in anderen Geschäftszweigen. Ich hingegen fordere hier lauthals, auch Approbierten mit miesem oder mit keinem Service etwas zu husten.

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