Google und LG Electronics als Erfinder-Ehe

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Gemeinsamkeiten sich ergänzender Giganten: Googles geschwungenes G und der Smiley von LG Electronics passen gut zusammen. (Bild-Montage: TG)

Google und LG Electronics haben jüngst mit ihrer langfristigen Vereinbarung über den gegenseitigen Zugang zu ihren Erfindungen die größte Aufmerksamkeit aller zuletzt veröffentlichten Wirtschaftsmeldungen verdient. Und ein Signal gesetzt: Innovation und Kooperation treiben offensichtlich als Schwungräder das Wachstum. Zwar hielten sich die neuen Partner bedeckt wie von Pietät bestimmt, welche Wunderwerke hiervon künftig konkret zu erwarten sind. Die Elefantenhochzeit der anderen Art lässt uns alle aber erstmal ehrfürchtig erstaunen, weil das enorme Ehegelübde zwischen Internet-Riese und Elektronik-Schwergewicht auf womöglich epochale Entdeckungen für global erzeugte Konsumentenbedürfnisse schließen lässt. Was kommt verlockend Unabwendbares auf uns zu beziehungsweise über uns? Womöglich übers Internet gesteuerte Mobilfunk-Fluggeräte und gepanzerte Kühlschränke, die in unser bis ins Detail durchleuchtetes Zuhause unaufgefordert einmarschieren – gegen entsprechende Kontoabbuchungen für ihren Einsatz.

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Mit ehrlichem Lächeln zum echten Erfolg

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Vertrauenswürdigkeit und Kooperationsbereitschaft signalisieren Menschen mit einem Lächeln, fanden Forscher jetzt heraus. (Fotos: svetikd/iStock)

Ein authentisch empfundenes Lächeln fördert die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Die aufrichtig Strahlenden erwecken nämlich Vertrauen und können davon profitieren. So lautet das Ergebnis einer soeben vorstellten Studie, für die  Forscher am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön und an der Toulouse School of Economics ihre These mit einem Verhaltensexperiment wissenschaftlich belegt haben. Die Untersuchung habe zudem gezeigt, dass das authentische Lächeln „unterbewusst eher dann eingesetzt wird, wenn es um höhere Gewinne geht“ und man es ehrlich meine. Es scheine „also Kosten zu haben, so zu lächeln, die man nur dann aufbringe, „wenn es sich lohnt“, konstatieren die Wissenschaftler: Und am authentischen Lächeln eines anderen lasse sich „verlässlich ablesen“, ob er kooperativ ist.

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Public Relations: Wort zum Sonntag von Kaplan Kocks

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Kuckuck, Klaus Kocks! Kuscheln ist doch dergestalt aufdringlich für Geistliche verboten, so sie nicht als Pharisäer mit Keuschheit prahlen. (alle Fotos: cato-sozietaet.de/presse)

„Journalisten sind PR-Leute, die eben das leugnen, Pharisäer also“, habe Prof. Dr. Klaus Kocks (im Nadelstreifen-Gewand oben) geradezu gewütet, womöglich weil heute selbst PR-Berater und früher Kommunikationsvorstand unter anderem der Volkswagen AG. Die Aufmacher-Meldung über „einen denkwürdigen Auftritt“ von newsroom.de, einem Portal für Medienschaffende, lässt mich erst erschrecken und dann (Latein wirkt schön schlau:) „stante pede“ stumm beichten. Doch umgekehrt wirft die Aussage umgehend die Frage auf, ob dies bedeute, dass PR-Leute die echten Journalisten sind, die eben dies offen zugeben, Wahrsager also. Was oder wie jetzt? Auf Basis solcher priesterhaften Plattheit egal. Trotzdem oder gerade deswegen dokumentiert der genannte Online-Neuigkeitenraum „die kritische Rede des Kommunikationsprofis“, die er vor gläubigen Nachwuchsjournalisten der Journalisten-Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Wetzlar gehalten habe, zwar „in leicht gekürzter Form“, dafür aber ziemlich ausführlich. Uns jedoch sollte dieser Anlass nicht zum Ablass verleiten, sondern veranlassen selbstlos, ja geradezu samariterhaft, also barmherzig unseren Blick auf das wundersame Wirken des kauzigen Klaus Kocks zu werfen. Humoristisch betrachtet lohnt sich’s nämlich.

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Red Bull gegen den Foodwatch-Flügel

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Red Bull verleiht Flügel, weil man durch den Genuss zum Engel geraten kann, warnt „foodwatch“ akut vor Risiken und Nebenwirkungen von Energydrinks. (Foto: Bettina F/pixelio)

Red Bull, Monster und andere „Energydrinks“ findet Foodwatch als „die Verbraucherorganisation“ – gilt deren Engagement eigentlich unserem Schutz, einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis oder einzig mehr Verboten? – offensichtlich ziemlich fies und ekelig, sieht in dem Dosenzeug gar „gefährliche Wachmacher“ (nicht Weichmacher) und fordert deshalb – wie in Litauen seit Samstag angeblich als Weltpremiere eingeführt – auch in Deutschland einen Verkaufsstopp allerdings nur bezüglich Minderjähriger. Die Pressestelle aus Berlin beruft sich dafür auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und auf irgendwelche Wissenschaftler sowie in der anklagend-mahnenden Mitteilung wahlweise auf einen „Verdacht“, auf ein „Risiko“, auf „Studien“ sowie auf „mögliche Gefahren“. Diffuse Hinweise auf Herzrhythmus-Störungen, Krampf-Anfälle, Nieren-Versagen und sogar Todes-Fälle erwartet unsereins eher auf Packungsbeilagen von Medikamenten. Ich hingegen frage allenfalls (und lasse damit derzeit T-Shirts bedrucken): „Wer trinkt schon freiwillig süße Plörre, die wie flüssiges Gummi schmeckt?“ Das muss reichen als Warnhinweis.

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Klopp sucht Himmelsstürmer – warum für Philips?

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Philips buchte Klopp, obwohl der ziemlich unrasiert und derzeit etwas erfolglos in der Liga dasteht.

Philips strebt mit Jürgen Klopp als Testimonial „nach noch Höherem“, lässt mich Deborah Weisbrich vom „Information Management“ der Werbeagentur Ogilvy & Mather Advertising Frankfurt aufgeregt und unaufgefordert wissen. Die entsprechende Pressemitteilung serviert sie mir unter der euphorischen Betreffzeile „Grenzen sind da, um überschritten zu werden: Philips und Ogilvy launchen Shaver Series 9000“. Der niederländische Konsumelektronik-Hersteller fordere sich mit der neuen Produktkampagne „ein Stück weit selbst hinaus“. Das riecht nach einem großen Stück Bullshit als Trumpf im Buzzword-Bingo („How fun!“, wie schon Christoph Waltz als Hans Landa lobt). Bei derlei Werber-Geschwafel bin ich zwar normalerweise ruck-zuck eingeschlafen, aber auch wir streben hier nach noch Höherem an Erkenntnis, was als Auftrag und Verpflichtung gilt. Weshalb wir uns doch detaillierter den drückenden Durchbruchsinnovationen widmen wie der „revolutionären Konturenerkennung“, der „Anwendung des Shavers im Spaceshuttle“ sowie der „Mission Himmelsstürmer“.

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Shopping-Sucht sofort krankhaft behandeln

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Fürs Shoppen sein Geld aus der Tasche ziehen bis auf die Unterhose? Oder zumindest bis auf die Hose? Und wem gehört diese gierige Hand? (Foto: NicoLeHe/pixelio.de)

Beim Shoppen entwickeln knapp 5,7 Millionen Deutsche einen derart maßlosen Rausch, dass sie in eine Psychotherapie gehören. Dazu rät jetzt jedenfalls die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM). Angesichts der von ihr errechneten „sieben Prozent aller Menschen“ bezieht sich dies beispielsweise bei insgesamt 81 Millionen Bundesdeutschen in hiesigen Fußgängerzonen und Einkaufscentern auf die oben genannten fast sechs Millionen Patienten in spe. Wie früh das Jagen im Laden zur Gewohnheit gerät, war hier jüngst schon bezüglich des Einkaufsverhaltens für Babys zu lesen. Die DGPM  empfiehlt potenziell Betroffenen brav die Arztpraxen ihrer 1.500 Mitglieder aufzusuchen. Kilometerlange Schlangen sind zu befürchten.

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Zeitungswerbung als „Slo-vertising“ zum Schlummern

„Zeitungswerbung ist nachhaltig. Anzeigen unterbrechen den Lesefluss nicht und machen den Content nicht kaputt (sic!). Auch die Dichte an Botschaften ist eher gering (bitte?). Das macht die Zeitung als Werbemedium ruhiger (=langweiliger?), aber in einer reizüberfluteten Medienwelt auch zu einer Wirkungsoase“, beginnt Angelika Boese ihre auch an mich adressierte „Presseinformation: ZMG zum Erfolgsprinzip Slo-vertising“. ZMG ist die „Zeitungs Marketing Gesellschaft mbH & Co. KG“, für die Frau Boese als „Information Manager“ der beauftragten Ogilvy & Mather Werbeagentur GmbH auf eine neue „Kampagnen-Microsite“ ausgiebig hinweist. Das hier oben gezeigte Filmchen unter dem Titel „Consumer Penetration Unlimited. Werbung darf wehtun.“ gehört dabei zu den Instrumenten, um einen „Ausweg aus dem Werbewahnsinn“ und einen Weg „zurück zu Werbung, die wirkt“ aufzuzeigen. Fällt den Vertretern der Branche kein besseres Argument mehr ein, als dass uns Zeitung(swerbung) nicht anschreit und überall hin verfolgt? Meines Erachtens eine Schnapsidee, Qualität daran zu knüpfen. Da hilft es auch wenig, als Zugaben wie üblich ein „Persiflieren“, eine Prise „Ironie“ oder ein „auf-die-Spitze-treiben“ mitzuliefern.

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Einkaufstrends in erwartungsfroher Elternschaft

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Bitte lass nicht Cindy aus Marzahn da drin sein! Sonst sind Geburten aber schon ein freudiges Ereignis.(Foto: helenesouza.com/pixelio.de)

Einkaufsgewohnheiten werdender Mama-Papa-Paare beleuchtet erstmals eine „ethnografische Untersuchung zu vorgeburtlichen Elternschaftspraxen“. Sterile Untertitel wie diese lähmen zwar jegliche Lust am Weiterlesen. Eine preisgekrönte Arbeit wird aber wohl zukunftsweisendes Wissen vermitteln – hier über Trends im Babykommerz, während der Nachwuchs im Bauch noch natürlich Bedürfnisse befriedigt bekommt. Erschütternde Erkenntnis der Premieren-Forschung: Der gemeinsame Einkauf fürs kommende Kind ist unter Eltern in spe massenhaft verbreitet, quasi alltäglicher Geburtsvorbereitungskurs (GVK) und als Triebtätigkeit ein beliebtes „Paarprojekt“, das oft sogar noch unterstützt wird durch prekäre Personen wie großzügige Großeltern. Kaufkraft mit Nebenwirkungen. Denn vermutlich verursachen diese Horden schlimme Staus, legen flächendeckend ganze Shopping-Zonen lahm und hinterlassen hilflose, angeblich starke Geschlechter, die gestresst und geschunden anschließend ins Männerhaus gehören.

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Zerstören störende Trolle sterbende Medien?

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Freche Medien-Nutzer und -Nichtsnutze: Leser als Störer, die den Profis auch noch die Zunge zeigen. (Foto: Georg Schemainsky/pixelio)

Todesstoß trotz Traffic: Ausgerechnet der Austausch zwischen Laien und Redaktionen über Social Media bzw. Blogs sei medienhistorisch neu“ und werfe zwei Überlebensfragen für die Branche auf. Nämlich erstens wie Beschäftigte in Print, Funk, Fernsehen mit diesen „Störern, sogenannten Trollen“ umgehen und zweitens ihre Arbeitgeber die Inhalte aus sozialen Netzwerken ins eigene (Online-)Angebot kanalisieren sollen. Dies wollen uns zwei neue Journalismus-Studien weismachen, die die Landesanstalt für Medien (LfM) aus Nordrhein-Westfalen jetzt in Berlins Bundespressekonferenz vorgestellt hat. Dialoge mit dämonischen Wesen – ob Riese, Kobold, Wicht noch Zwerg – dürften uns zwar hier nicht weiter dräuen bzw. jucken, jedoch die dort angekündigten erheblichen inhaltlichen, produktionellen (sic!), aber auch ökonomischen Herausforderungen“ durchaus. Grundsätzlich kann ich das Gejaule jener Jobber, die einst „irgendwas mit Medien“ (und Menschen) machen wollten, eigentlich nicht mehr hören. Diesen Störern sei ins Stammbuch geschrieben: Zu Lieferungen und Leistungen, die ihre Relevanz verlieren, sagen Abnehmer irgendwann zurecht „goodbye“ statt „good buy“.

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Sprache abseits der barriere- und bürokratiefreien Zone

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Sprachlos im Labor statt schlaflos in Seattle: Isabel Rink, Anna-Katharina Berg, Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz in der Textklinik, wo Studierende versuchen, etwa Erbrecht-Informationen in (leichte) Sprache zu übersetzen, was schon ziemlich lustig klingt. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Sprache als Schrecken erregende Verlautbarung: Keine Angst, falls Sie nur böhmische Dörfer sehen und nichts verstehen. Die Kommunikation unserer Behörden liefert regelmäßig erheiternde Beispiele, wenn Unverständlichkeit zur Witzproduktion herhalten muss. Dann eröffnen Wort- und Satzungetüme eine Spielwiese für Sprachlosigkeit, die Kopfschütteln und Kichern begleitet. Besonders gefordert sah sich jetzt endlich unser Bundesjustizministerium, den eigenen Textausstoß kritisch unter die Lupe nehmen zu lassen. Damit beauftragt war die Medienlinguistik-Professorin Christiane Maaß von der Universität Hildesheim, die angesichts von Formulierungen wie „Anregung zur Einrichtung einer Betreuung“ zu der phänomenalen Erkenntnis kommt: „Verwaltungstexte sind schon so in Ordnung (Anm. d. A.:…, weil) Teil des juristischen Diskurses. Aber sie dürfen nicht allein stehen. Sie bedürfen einer Verständlichmachung (sic!) für Nicht-Experten.“ Also Originaltext plus Übersetzung, einmal in Bürokratisch und einmal in Deutsch? Diesen Rat verstehe, wer will. Aber Frau Maaß lebt davon. Gutes Geschäftsmodell, von dem ich selbst profitiere: Denn ob Firma, Ferwaltung oder Finne – wer will schon nicht verstanden werden? Finanzminister Schäuble ganz bestimmt nicht. Und der genannte Skandinavier hat zwar durch sein possierliches Wesen unsere volle Aufmerksamkeit, doch auch unbestritten seine Schwierigkeiten sich uns in seiner Landessprache mitzuteilen, wenn einfaches „sich verständlich machen“ dort schon „saada itsensä ymmärretyksi“ heißen muss.

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