Kitzeln zum Konsum

Das Kitzeln löst – jetzt endlich wissenschaftlich belegt – starke positive Emotionen aus. Nachgewiesen vorerst zwar nur bei quasi kichernden Ratten, aber bestimmt auch bahnbrechend für baldige Verkaufstricks im Konsumgeschäft, wenn erst der Schlüssel dadurch für Verhaltensbeeinflussung beim Menschen gefunden ist. Kaufen Kunden mehr ein, wenn sie vorher ordentlich an Achsel, Rumpfseite oder Fußsohle gekillert wurden bis zum Lachkrampf, erwarten uns künftig sicher im Eingangsbereich professionelle Kitzel-Crews. Für neue Begrüßungsrituale wird es auch Zeit, nachdem Modehändler Abercrombie & Fitch seine wortkargen, halbnackten und „nach Nippeln ausgewählten“ Männer-Models vor den Läden abgeschafft hat, um sie durch „Markenvertreter“ zu ersetzen, weil’s vorher Kritik hagelte und danach sogar Marketing-Chef Mike Jeffries zurücktrat. Ähnlichen Ärger handelte sich Unterwäscheverkäufer Victoria’s Secret mit seinen Mager-Models ein, worauf beispielsweise der Dessous-Hersteller „Curvey Kate“ bedenklich bekloppt und angeblich „parodistisch“ konterte mit barocken Brummern für die „Summer 2016 lingerie collection“ aus sicher auch vielen kitzeligen Kurven:

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Intensivstation gedruckter Rendite feat. Timo Wopp

Wie wundgelegen von der Intensivstation berichtet deutsches Kabarett kritisch über unser geliebtes Land, seine engagierten Politiker und seine freundlichen Finanzdienstleister. Wirtschaft gilt per se als „igitt“. Wohltuend, wenn dann mal ein Witzbold als „Wopp im Schafspelz“ mit Kompetenz und Erfahrung aus realer Ökonomie und mit echtem Insiderwissen sich der Themen annimmt, die viele Lebensbereiche berühren. Mit Wirtschaftsaffinität muss man doch nicht gleich ein Befürworter der Rüstungsindustrie sein! In hohem Tempo gehören bei ihm ausnahmsweise nicht Großkopferte zum Ziel von ausnahmslosen Wirkungstreffern, denn dieser Mann stellt stattdessen sein eigenes Fehlverhalten und damit unser aller Schuld an Miseren infrage ohne auf andere einzudreschen. Egal, ob wie bei RTL II arm blöd oder reich ausgebufft wie auf n-tv. Dies zählt zweifellos zu den Alleinstellungsmerkmalen des Comedian Timo Wopp, der exklusiv ein ausführlichesreturn-04-2016_cover Interview beisteuert für die neue Ausgabe „return 04/2016“, die am heutigen 10. November erscheint (Cover links im Bild). Unsere Intensivstation zum Blättern – der englische Begriff steht übrigens neben Rück- und Wiederkehr ja auch für Ertrag und Rentabilität – liefert als Magazin für Unternehmensführung und Sanierung mit hilfreichem Nutzwert eigentlich auch gedruckte Rendite für Entscheider der mittelständischen Wirtschaft. Denn unsere Redaktion greift vor allem auf, wie Vorbilder profitable Geschäftsmodelle pflegen, aber auch wie Firmenchefs ihre Organisation als Krisenpatient zurück zur wirtschaftlichen Gesundheit ertüchtigen. Nur Nutzwert allein reicht natürlich nicht für eine moderne Zeitschrift, die auch Orientierung, Inspiration und sogar Unterhaltung bieten sollte. Deshalb passt Wopp als selbsständiger Künstler genauso gut zum Heftschwerpunkt „Freiberufler“, weil er Lustiges wie Ernstes zu sagen hat. Und da Beschäftigte in Freien Berufen trotz Selbstbestimmung nicht nur zu lachen haben, sondern auch Nöte und Sorgen, bringt als weiteres Entertainment-Element der nachfolgende Cartoon von Stephan Rürup die Lage bestens auf den Punkt.

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Wie’s wirkt

Wie’s wirkt? „Auf der Fahrt zur Hölle erleben Sie im Wartezimmer zum Jenseits alle Variationen des Schreckens!“, wie es im Trailer zum „Thriller“ treffend heißt. Aus eigener Betroffenheit durch zuletzt ausgiebigen Arztpraxenkontakt – allen voran in Wartezimmern – weiß ich aktuell zu berichten, was wirkt und was wankt in unserem Gesundheitswesen, auf welches das obige Filmzitat übertragbar ist. Zunächst entschuldigen die zahlreichen Konsultationen von Allgemein- und Fachmedizinern meine lange Pause an dieser Stelle. Denn jeder Mensch mit ähnlichen Erfahrungen erlebt praktisch hautnah als Erkenntnis: Für Untersuchungen abseits von nullachtfünfzehn bringt man besser viel Zeit und noch mehr Durchhaltevermögen mit. Wenn es überhaupt soweit kommt, weil der winselnd vorgebrachte Terminwunsch am Telefon etwa schroff versagt bleibt mit Verweis auf akuten Aufnahmestopp oder früheste Sprechzeitenvergaben erst wieder ab dem Jahr 2024. Keine Frage: Das Rare zwingt jeden Patienten in die Knie. So stellt er keinerlei unverschämte Ansprüche wie Kunden in anderen Geschäftszweigen. Ich hingegen fordere hier lauthals, auch Approbierten mit miesem oder mit keinem Service etwas zu husten.

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Irre Iren

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Tolles Template in Temple Bar: Als Schablone passt diese Tafel im „Kulturviertel“ von Dublin perfekt zum Fotomotiv in Landesfarben, wenn den prominenten Platz in der Aussparung drei prima Pfannen füllen, aus denen in drei Minuten Schlüsselanhänger entstehen. Fotos (alle): Thorsten Garber

Irre Iren, dieses lustige Völkchen aus Mitteilsamen und Feierfreudigen auf einem landschaftlich spektakulären Eiland, das einerseits zwar eine doppelt so große Fläche wie Nordrhein-Westfalen umfasst, das andererseits im Vergleich aber fast nur einem Viertel so vielen Menschen eine spärlich besiedelte Heimat bietet. Plus Schafe. Welch‘ crazy Platzverschwendung! So verrückt wie Fülle und Vielfalt der Grüntöne im Spektrum zwischen zart und satt. Doch im eifrigen Éire arbeiten engagierte Eingeborene daran, dem einstigen Tiefstand von deutlich unter drei Millionen Einwohnern kräftig entgegenzuwirken durch kinderreiche Vermehrung. Eltern mit drei- und vierköpfigem Nachwuchs zählen nicht zur Ausnahme, sondern zur Regel in stets familiärer Öffentlichkeit. Recht so! Obwohl: Ausgerechnet diese Einwanderer gelten in Amerika ja als unsexy, wobei das Vorurteil in einem FZ-Konzert mit einer eigens zum Saint Patrick’s Day dargebotenen Performance unter lautstarker Publikumsbeteiligung lustvoll und spaßreich widerlegt wird nach der animierenden Aufforderung „Make A Sex Noise“.

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Irenhumor: Durstiges Auto begeht Selbstmord.

Neuen Generationen schenkt bitte Leben statt bestehende Bevölkerung auszuradieren! Schließlich war mir Irland über Jahre nur für Big Trouble bekannt zu Zeiten des Bürgerkrieges zwischen – sehr oberflächlich betrachtet – Katholiken und Protestanten. Blutige Schlachten gehörten indes immer zur Geschichte dieses kleinen Landes, erfuhr ich jüngst bei einer Rundreise zwischen Dublin, Galway und Cork in Museum oder in Festungsburg. Womöglich zählen das Singen, das Tanzen und das Musizieren deshalb als Ausgleich zur irischen Lebensweise. Und das Fabulieren sowieso, wie mir als Wegbegleiter „Das große Flann O’Brian Buch“ (Sonderausgabe zum Irland-Jahr 1996!) noch einmal kraftvoll in Erinnerung rief. Über den humorvollen Schreiber, der Gälisch, Philosophie und Deutsch auch in Köln studierte, mutmaßt Übersetzer Harry Rowohlt angesichts des Todestages am 1. April 1966 in Dublin: „Man kann also nicht ganz sicher sein, daß er wirklich tot ist.“ Und das einfache irische Volk behauptet angeblich über ihn: „So hätte Joyce geschrieben, wenn er nicht bescheuert gewesen wäre.“

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Zukunft managen

Dr. Joerg Dederichs, Leiter des 3M Geschäftsbereichs Industrieprodukte

Im Interview: Dr. Joerg Dederichs, Geschäftsführer 3M Deutschland und Chef der Industrieprodukte, sehr gesprächig für die heute erscheinende „return 03/2016“. Foto: Bernd Hegert

Die Zukunft managen und Innovationen planen – und dann sogar auch noch beides parallel und systematisch? Unter mittelständischen Unternehmern in meinem Bekanntenkreis schlug mir Skepsis entgegen, schon als ich mit ihnen über die Vorbereitungen zu der ab heute erhältlichen Ausgabe „return 03/2016“ berichtete und diskutierte. Tenor: Uns Mittelständlern verlangt es bereits einiges ab, wenn wir vernünftig das kommende Jahr verlässlich voraussehen wollen. Kurzum: Außer für Konzerne also unmöglich, für ein Unternehmen auf fünf bis zehn Jahre vorab eine Vision und eine Strategie zu entwickeln. Meine Gegenrede: Zukunft ist machbar, Herr Nachbar! Ja, so ist es.

return-03-2016_CoverDenn je weiter das Heft sich mit Inhalten entwickelte, desto mehr stellten sich Aha- und Wow-Effekte ein. Wie viele Unternehmen doch zielgerichtet dem Wegweiser zum Geschäft von Morgen folgen. Gleichwohl hagelte es diesmal besonders viele Absagen von eigentlich namhaften Firmen, die zwar für eine starke Marke stehen, aber leider keinen Blick hinter die Kulissen ihrer Zukunftsplanung gewähren wollten. Genug Hochkaräter als Vorbilder konnte unserer Redaktionsteam dennoch gewinnen: DFKI aus Kaiserslautern, IBM aus Ehningen, Philips aus Hamburg, Scherer & Trier aus Michelau, 3M aus Neuss (die gelben oder rosa Post-it-Klebezettel hier im Bild kennt jeder, aber auch die anderen 1.000 neuen Produkte pro Jahr?), Hyperloop aus Los Angeles, Egon Zehnder aus Hamburg, PoPost-it_Notes_Happy_Collectionrsche Consulting aus Bietigheim-Bissingen oder Wolters Kluwer aus Köln. Die Forscher und Entwickler, Wirtschaftskapitäne und Wissenschaftler, Berater und Digitaltransformatoren in diesen Unternehmungen tragen auf rund 100 Seiten viel bei zur Aufklärung, dass das Morgen durchaus planvoll angegangen werden kann. Leser erfahren darüber hinaus mehr über die Möglichkeiten von lernenden Maschinenhirnen, die mittlerweile auch Emotionen erkennen, über intelligente Ameisen bei Festo oder über Teamwork zwischen Mensch und Roboter bei Kuka.

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Jobs und Gates als entlarvte Blender

Jobs und Gates: Ausgerechnet Steve und Bill übertrumpfen als Blender-Duo aufgrund womöglich größerer, weil nicht nur musikinteressierter Fangemeinde sogar Prince und Michael (Jackson) im hypothetischen Ranking für Bekanntheit und für Ansehen. Auch der Begeisterungsjubel für die beiden Erstgenannten im fast zehn Jahre alten Filmdokument oben über den gemeinsamen Auftritt lassen dies vermuten. Das aufgeregte Musik-Intro, das ebenso zum Auftakt einer Rock-Show passen würde, trägt klanglich seinen Teil dazu bei. Ja, dieser als „historisches Interview“ betitelte 15-Minüter zeigt schon das Hoh und Hah bzw. Hüh und Hott rund um diese IT-Giganten an, die einerseits als Master of the Universe vergöttert, andererseits hier und da als ziemlich irre hingestellt gehören. Ikonen zwischen Genie und Wahnsinn gewissermaßen, Ausnahmeathleten der Wirtschaft gleichwie.
Dies untermauert nun erneut eine Untersuchung von Wissenschaftlern aus Deutschland, Dänemark und Norwegen. Wie stellvertretend die Wirtschaftsforscher aus Kassel uns weismachen wollen, suggerieren die Karrieren von Apple-Jobs & Microsoft-Gates nämlich Falsches: „Hochschulabbrecher sind nicht die erfolgreicheren Unternehmer.“

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Pokémon go to hell

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Dieses weltexklusive Pokémon „Futurangeli“ gehört nicht zur Spielfigurenfamilie, sondern ist eine Eigenkreation, weil’s Viecher mit F am Anfang noch nicht gab und somit Milliardenangebote auf garbersgazette zukommen. „In echt“ handelt es sich um das nicht minder bescheuert benamste Graffiti „Future-Angel“, aufgenommen von Jens Bredehorn für pixelio.de

„Pokémon go macht Nintendo wertvoller als Sony“, schlägt „spiegel online“ gewohnt sprachminderbemittelt, aber dafür quasi megafonmäßig lautstark Krawall. Die kostenlose Smartphone-Anwendung aus dem angeblich „Augmented Reality“-Genre fürs ausnahmsweise „anne frische Luft“-Spielen erobert alles von den Lokalmedien bis zu den Globalmärkten. Und damit auch diese Gazette. Seit dem Erscheinen im Juli stehen wir unmodischen Normalos entsetzt kopfschüttelnd vor dem neuen Phänomen, das in Witzen allenfalls mit vor Wände laufenden Jägern aufwartet. Das Spiel greife „auf die Standortdaten des Spielers zu, sodass dieser in der realen Welt (….) kämpfen, (…) fangen und tauschen kann“, informiert die eigens eingerichtete deutsche Enzykolopädie PokéWiki (kein Scherz!). Mittlerweile hat die RWTH Aachen angekündigt, „der genialen Erfindung“ einen extra Studiengang zu widmen, perspektivisch dafür sogar einen eigenen Universitätsstandort in Würselen oder Eschweiler zu gründen (schöner Schabernack, oder?). Unterdessen stellt Berlin als fast „First Mover“ in Aussicht, den „bewegenden Moment der neuen Plattform“ zu würdigen, indem statt des „noch abzureißenden Brandenburger Tores“ laut Senatsbeschluss vom 19.7. schon bald die ebenso hohe Skulptur der beiden Spielfiguren Pummeluff und Knuddeluff errichtet werden soll (verstörende Vorstellung als uriger Ulk!). Doch zu den erfolgreichsten mobilen Videospielen gehört Pokémon go schauderhafterweise schon jetzt (kein Witz!), womit womöglich wieder mal bedeutungslose Geschichte geschrieben wird, weshalb Trittbrettfahrer (McDonald’s) aufspringen wie Motten das Licht umfliegen. Aber entdecken wir doch erst die echte Welt, bitteschön, und zwar als Kids und als Adults gleichermaßen (wie sinnschwach müssen Mitspielende wohl sein?):

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Voll fett krank

Wenn Menschen voll fett krank sind, nehmen sich ihnen gerne wundersame Wissenschaftler oder wunderbare Komiker an. Für Letztgenannte steht hier stellvertretend der Liveauftritt oben sowie unter dem Link dieser Filmausschnitt aus der BBC-Comedy „Little Britain“ mit der Episode zur Selbsthilfegruppe „Fat Fighters“, deren schwer übergewichtige Mitglieder von Leiterin Marjorie Dawes richtiggehend fertiggemacht werden („Hallo Fatties!“). Ausgerechnet der durchaus dicke Matt Lucas übernimmt diesen Part. Sein eher großgewachsener, schlanker Partner David Walliams – neben seinen Rollen als Schauspieler durchschwamm dieser vor zehn Jahren mal eben den Ärmelkanal und sammelte damit über eine halbe Million Pfund für ein Waisenhaus in Äthiopien – spielt unter anderem als sehenswerte Carol Beer eine gelangweilte Angestellte in Bank oder in Reisebüro, um Kunden reihenweise Wünsche abzuschlagen mit den Worten: „Computer sagt nein!“ Auch vor Witzen gegenüber Ethnien oder Gender-Dingenskirchen wie Schwulen schrecken die Schwarzer-Humor-Scherzkekse nicht zurück. Die provozierend frechen Kommentare spricht Tom Baker, der einst den Doktor in der britischen Kultserie „Doctor Who“ mimte und zu den schmalen Giganten der britischen Fernsehgeschichte gehört. Er beginnt die Anmoderation mit so grotesken Anmerkungen wie „In Amerika gibt es mehr Dicke als überhaupt Menschen.“ Dann erhält etwa Jenny, die soooo gerne Eiscreme isst, von Kurleiterin Marjorie den hilfreichen Tipp stattdessen kalorienarme Eiswürfel zu naschen.

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Unsere Zukunftsstadt New York

Die Zukunft gehört großen Städten und damit quasi „future city number one“: New York (hier im Bild unten rechts die Freiheitsstatue von E. Kopp, pixelio). Satte siebzig Prozent von uns Überlebenden werden weltweit bis zum Jahr 2050 in Metropolen leben, prognostiziert Pascual Berrone als Professor für Strategisches Management an der IESE Business School, die selbst Standorte in New York City, München, in Barcelona und in Madrid sowie in São Paulo unterhält. Er hat dafür mit seinem Kollegen Joan Enric Ricart spitzenmäßige 77 Indikatoren in ze733266_web_R_K_B_by_E. Kopp_pixelio.dehn Rubriken gebündelt, um die Lebensqualität der indizierten Städte zu bewerten. Von den insgesamt 181 Städten rund um den Globus schaffte es „Hey number one … I want to be a part of it“ (Frank Sinatra) die City, die nie schläft, in dieser Studie auf den ersten Platz im Gesamtklassement. Guten Glückwunsch, gewürdigt hier oben mit einem rund zweiminütigen „Helicopter Flight“ über der US-Weltstadt unterlegt mit weichgespültem Jazz, auch wenn es mir wie Udo Jürgens geht, weshalb meine zehrenden Zweifel auf keinen eigenen Erfahrungen fußen. Zweifelsohne einen Bogen machen sollten aufgeklärte Gazetten-Leser indes um Lagos in Nigeria und Karatschi in Pakistan, denn diese beiden Moloche erhielten in fast allen Rubriken schlechte Bewertungen und landeten damit ans Ende der ellenlangen Tabelle. Ob jemand richtig rät, welches deutsche Zentrum zuerst im Ranking auftaucht?

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Neinsager in der Reklamation

Neinsager zu Bejahern zu entwickeln, das wäre doch auch in der Reklamation für markt- und kundenorientierte Unternehmen ein wünschenswertes Ziel, ist aber offensichtlich noch nicht „State of the Art“ in Wirtschaftsorganisationen. Die ServiceRating GmbH schlägt stattdessen soeben und sogleich in der Überschrift ihrer Pressemitteilung lautstark Alarm mit der Warnung „Großbaustelle Kundenrückmeldung“ und droht „finanzielle Einbußen bei jedem vierten Kunden“. Die Ergebnisse ihrer „repräsentativen“ Umfrage unter 2.053 Verbrauchern stellen die nach eigenen Worten „Kundenbindungsberater“ des Kölner Servicequalität-Optimierers entsprechend nicht ganz uneigennützig als ziemlich unzulänglich dar. Zugegeben etwas skurril, aber auch gewohnt gut grienend grooved Helge Schneider im Liedchen oben für sein Schätzchen die Kernbotschaft, die übertragen aufs Servicecenter dergestalt formuliert gehört: „Baby, bester Kunde, sag‘ bitte nicht nein, wenn ich’s gut mit Dir mein‘!“ Oder so ähnlich. Es geht also darum, das umzuwandeln, was der Lateiner präzise mit „reclamatio“ und damit als Gegengeschrei und als Neinsagen umschreibt, und zwar in ein klares „Ja, ich will!“. Eigentlich das normalste Ansinnen der Welt, was Vertriebstrainer für teuer Geld aber immer noch in Firmen unter dem sperrigen Begriff „Einwandbehandlung“ vermitteln müssen, damit Betreuer doch Niederlagen in Siege umzumünzen schaffen.

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