Risiko IT, Teil 1: Digitalisierung als Chefsache

Fehlende Verständlichkeit zählt zu den größten Problemen der IT-Branche, die damit als Gefahr das Risiko heraufbeschwört, dass Kunden genervt ein Ohnmachtsgefühl überkommt. Mehr Transparenz und weniger Komplexität – damit wäre Beteiligten auf beiden Seiten schon viel geholfen. Ziel von seriösen ITK-Anbietern, davon bin sogar ich überzeugt, sind auch im Preis gewürdigte Lösungen, die das Leben erleichtern. Ziel von uns Abnehmern darf allerdings durchaus sein, dass dann die Erleichterung aber auch tatsächlich funktioniert ohne auf ein eigenes Informatikstudiumdiplom angewiesen zu sein. Äußert fragwürdig, dass ausgerechnet Dell in der nach Stromberg-Vorbild versuchten Video-Reihe „Neulich in der IT“ (siehe oben) lustig gemeinte „DAU-Erlebnisse“ dergestalt umdreht, dass wegen „bekloppter User-Fragen“ im sogenannten Support dem jeweiligen Call-Center-Agent ein Fragezeichen ins Gesicht geschrieben steht. Die Realität in Warteschleifen oder in wundersamen Warnhinweisen nebst Admin-Anweisungen aus dem Hilfsdienst für IT- und/oder TK-Probleme (ich nenn‘ nur: Telekom!) sieht doch gerade bei den Großkonzernen leider meist erschütternd anders aus.

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Start 2016: Auftakt kraftvoller Ausdrücke und Auftritte

Vielversprechend gelang der Start 2016 als Jahr in Schimpf und Schande – durch einen Auftakt aus kraftvollen Ausdrücken und Auftritten, der damit die Hoffnung nährt auf zwölf Monate voller Wahrheit durch Wahnsinn. „Zu glauben, was man möchte“ stellt dazu die beste Voraussetzung dar, konstatierte der aussprachebeschränkte Hobbyphilosoph Til Schweiger schon vor vier Jahren (siehe Ausschnitt oben). Aber mit aktuellen Ausfällen zu Jahresbeginn wuppte sich der für seinen Nachnamen recht Wasserfall-gleich Mitteilungsreiche allerdings nicht allein ins Rampenlicht. Mit drastischen Formulierungen schafften auch die ehemalige Außenministerin und eben wahlkämpfende Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton (USA) und der bisher eher unauffällige Generalsekretär Peter Tauber (CDU) den Sprung auf die Bühne der Öffentlichkeit. Ob das Trio neue Trends setzt mit der Verwendung offen und ehrlich gemeinter Schmähungen, die pöbelnde Promi-Proleten öffentlich in die Welt hinauskatapultieren?

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return am Bau

return-01-15Zum Advent dieser exklusive Ausblick auf „return“ am Bau: Aus Mangel an Zeit, aber auch im Enthusiasmus aus Ehrgeiz, den Monat November nicht ohne Eintrag für die Leserschaft dieser Gazette verstreichen zu lassen, folgt hier als Welturaufführung vorab das Editorial zur erst am 15.12. erscheinenden Ausgabe 04/2bau3015 des „return“-Magazins für Unternehmensführung. Mehr noch: Denn oben im Bild ist sogar schon ein Ausschnitt aus der Bewerbung für Heft 01/2016 zu sehen, das den Schwerpunkt den Chancen und Risiken von IT im Mittelstand widmen wird. Das wird ein Space-voller Spaß, denn wir werden uns auch mit Geschäftsmodellen der Zukunft beschäftigen. In der nächsten Nummer steht aber zunächst die Bau- und Immobilienbranche im Fokus. Baustellen-Berufe erklärt derzeit ja sehr schön Comedian Dennis aus Hürth im RaMediacenter-Kampagnen-Helden_Heimat_01_72dpidiosender „1Live“, wenn auch beim ersten Lauschen ziemlich prollig. Mein Anspiel-Tipp: zwischen Architekt und Rüttelmaschinenbediener fast alle! Aber bitte, wir wollen doch hier ernsthaft das Business besinnlich wie die Bauaufsicht des Airports BER betrachten, und glaubwürdig durch Beobachter beleuchten lassen, die besonders blätterndem Farbanstrich kritisch gegenüberstehen. Dabei sind Risse im Putz insbesondere in öffentlicher Bausubstanz heutzutage eher Regel als Ausnahme. Machen wir’s zu unserem Projekt? (Foto links:„Helden“/Quelle: Hornbach). Jawoll, wir verwenden…

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Software zum Schönreden und Standortfinden

Ä-logo

Der richtige Ton in der Kommunikation von Unternehmen gehört zur Geschäftsidee von „TonalityTech“. Unter diesem Namen haben ehemalige Studenten und baldige Gründer eine Software entwickelt, die Firmen bei der Formulierung ihrer Nachrichten helfen soll. Damit werden Anwender quasi zu Investoren- und Börsianer-Flüsterern. Kein sofortiges Interesse hat seltsamerweise der VW-Konzern bekundet trotz des halloween-albtraumschaurigen Twitter-Hashtags „#Dieselgate“, der vermutlich an die Affäre des ehemaligen US-Präsidenten Nixon erinnern soll; für jüngere Leser: „Watergate“. Immerhin hat der neue Konzernchef Matthias Müller schon forsch wie Porsche angekündigt: „Ich bin ganz offen zu Ihnen: Das alles wird nicht ohne Schmerzen gehen.“ Aua! Ob wir noch erleben, dass irgendwann mal ein Manager vor die Öffentlichkeit tritt und zugibt: „Mein Vorgänger hat Mist gebaut. Er wollte der Größte sein und hat daher auf Masse gesetzt und dabei die Qualität vernachlässigt.“? Oder ein Nachfolger räumt einfach mal ein: „Ä… – ich weiß auch nicht so recht, was wir jetzt machen sollen. Toyota ist wohl zu stark und qualitätsbewusst für uns.“ Oder der Chef redet tumb wie ein Roboter immer das Gleiche mit nervtötendem Klang à la Willi Pfannenschwarz für Seitenbacher im Radio. Oder doch lieber weiter leiern und eiern? Wie Wolfgang Niersbach:

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Kekse in Konferenzen

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Kekse sagen mehr als Tausend Worte und kommen deshalb als knuspriges wie knackiges Statement dem Anlass entsprechend auf den Konferenz-Tisch. Foto: „Gänseblümchen“/pixelio

Kekse erobern in Konferenzen neuerdings die Besprechungstische von Sitzungsräumen „als Back- und Handwerkskunst“, posaunt die Pressemitteilung von „feinundfein“ (sic!) ziemlich werbelastig für ein angeblich neues „Statussymbol“. Vom quasi Gäste-Geschenk gehe mit einem „Touch Wertigkeit & Wohlgefühl“ eine Botschaft aus, die dem „Emotional Selling“ zugute komme. Denn wer „kennt den Augenblick“ nicht beim Blick auf den Teller vor dem unterschriftsreifen Milliardenvertrag? Genau, kurz vom Signieren sehen wir „langweilige Kekse, die aus dem Schrank hervorgeholt werden, trocken und unemotional“ (sic!). Klar, dass angesichts dieser drögen und lieblosen Kommunikation à la „Hau‘ ab!“ kein Kontrakt zustande kommt. Selbst Schuld, wenn es fehlt: „das Gespür für das, was der Gast wirklich wünscht“.

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Ein Gesetz der Wirtschaft: Insolvenz gehört saniert

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Fast blind vor Glück: Justitia, jene Personifikation von ausgleichender, bestehender und strafender Gerechtigkeit, trägt Augenbinde. Das Symbol soll verdeutlichen, das Recht ohne Ansehen des Betreffenden nach Abwägung (zweites Symbol: Waage) gesprochen und (drittes Symbol: Schwert) auch durchgesetzt wird. Darauf haben auch Wirtschaftsunternehmen ein Anrecht. Foto: Jutta Rotter, pixelio

Zu einem Gesetz der Wirtschaft, jenem zur Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG), sah ich mich jüngst aufgefordert Stellung zu nehmen in der Fachzeitschrift „ZInsO“ mit einem Gastkommentar in der Rubrik „Klartext“. Entsprechend unmissverständlich brachte ich zum Ausdruck, was insbesondere in der Branche rund um Insolvenzen schon lange gesagt sein sollte. Es geht um den Erhalt von gesunden Geschäftsmodellen in Firmen mit meist auch Mitarbeitern. Meine Botschaft: Für Mittelständler ist die Schieflage schon schlimm genug und ein Gang zum Gericht noch quälender. Zur Seite gesellen sollte sich ihnen wirtschaftlicher Sachverstand, am besten schon weit vor einer Krise, spätestens aber zur Bewältigung derselben. Wünschenswert wäre dazu, wenn das Feld nicht allein Juristen überlassen bliebe, die seit Jahrzehnten den Ton angeben. Mir ist zwar nicht bewusst, den Beitrag dem Verteufeln der Paragrafenfesten gewidmet zu haben, gleichwohl scheint mir der Groll der sonst sympathischen Standes-Mischpoke sicher. Aber, liebe Leserschaft, suchen Sie selbst, ob sich im nachfolgenden Text „abgegriffene Behauptungen“ oder „undifferenzierte Stimmungsmache“ finden lassen:

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Shopping-Weiberwünsche: Was Mädels wirklich wollen

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Vom Manne fein geputztes Schuhwerk als fotografiertes Stillleben vor fusselig-flusigem Flokati, jenem in den 70er-Jahren anfangs modischen und weißen Fransenteppich, der es über Griechenlands Grenzen hinaus zu Berühmtheit brachte. (Bild: Katrin Schindler, pixelio)

Shopping-Weiberwünsche – zunächst harmlos klingend – hat der Multichannel-Versandhändler QVC repräsentativ in einer Studie anhand des möglichen Einkaufsverhaltens von weiblichen Testpersonen ermitteln lassen. Dazu haben die Forscher von „YouGov“ den Frauen erst die Augenlider mit Nagellack an der Stirn festgeklebt, um sie dann 24 Stunden am Stück dem Prasseln von Eindrücken in Mega Malls auszuliefern. – Natürlich nicht! Stattdessen haben sie die Versuchshäsinnen nur höflich gefragt, was si664168_web_R_B_by_Klaus Steves_pixelio.dee wohl „am ehesten kaufen“ würden, wenn sie einfach mal so „500 Euro zum Einkaufen geschenkt bekämen“. Statt Igel in der Tasche also lieber Kaktus im Schuh (im Bild links: Klaus Steves, pixelio). Die sogenannte Sonntagsfrage für das Politbarometer haben die Probanden überraschend verlogen beantwortet und damit bei den leichtgläubigen Beratungswissenschaftlern erreicht, solche fahrlässigen Aussagen zu treffen: „Das Vorurteil, dass Frauen am liebsten Schuhe kaufen, gerät ins Wanken.“ Und warum bitte schön berichtet dann die Baubranche vom Trend beim Hausbau, dass zunehmend begehbare Schmuck- und Schuhzimmer eingerichtet werden? Ehrlich, Mädels: Wir wissen doch alle, was Ihr wirklich wollt!

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Internationalisierung in der Fußgängerzone?

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Adidas Brand Center in Peking. Foto: Adidas

Internationalisierung ist keine Einbahnstraße und eröffnet Chancen auf vielen Ebenen für den deutschen Mittelstand. Ähnlich für uns persönlich, wofür hier zwei ziemlich profane Beispiele warten: Schon Schüler pflegen heute rege den Austausch über Auslandsjahre und berichten begeistert über die herzliche Aufnahme in ihren jeweiligen Gastländern, zweitens hat bei uns der Zuzug anderer Menschen mit Händchen fürs Kochen das Gastronomie-Spektrum bunter, das Angebot variantenreich schmackhafter werden lassen. Und ich denke jetzt nicht nur an Döner-Buden. Aber auch! „Döner macht schöner“, wirbt der Türke meines Vertrauens zwar bei mir erfolglos, doch für manche Deutsche dient der Drehspieß als Inspiration. So sah ich jüngst einen Film über zwei Existenzgründer aus unseren Reihen, die in den USA ihr Glück mit einer Döner-Restaurantkette versuchen. Die bis dahin tagaus, tagein von McDonald’s und Burger King gemästeten Amerikaner schienen die gesünder anmutenden Teigtaschen mit Füllung aus Salat und Geschnetzeltem mit offenen Mägen willkommen zu heißen.

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Zukunft ohne Putzen – eine blitzsaubere Sensation

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Schleckt den Dreck weg und könnte sich damit doch eigentlich als Haushaltshilfe nützlich machen. Oder schläft diese Katze bloß mit heraushängender Zunge? Foto: Anna, pixelio

Ausgiebiges Putzen kann einzig ein Katzentier so gestalten, dass unsereins sich dies entspannt anschauen möchte. Zwingend eine Zukunft braucht diese blöde Beschäftigung nicht. Und für Reinigungskräfte wird doch wohl eine sinnvollere Arbeit zu finden sein. Als größte Plage der Menschheit darf man diese mühsame Arbeit zwar nicht bezeichnen, da es schlimmere gibt: Kinderabneigung, Flüchtlingshass und Andersfühlende-Intoleranz beispielsweise. Doch wenig im Alltag müsste so herbeigesehnt werden, wie schmutzabweisende Beschichtungen und Haushaltshilferoboter. Nun versprechen uns Forscher „eine putzfreie Zukunft“ durch selbstreinigende Fenster, dreckabweisende Fahrzeuginnenräume, Anti-Haft-Wände gegen Graffiti und besser geschützte Touchscreens. Ausgerechnet kanadische Wissenschaftler wissen komischerweise eine Lösung, die sie jetzt in der Zeitschrift „Angewandte Chemie“ preisgegeben haben.

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