Sponsoring in Proficlubs auf dem Prüfstand

GG-437_BVB_CL_Arsenal_420x270_X3Partnerschaften starker Marken passen nicht immer, ermittelte eine Studie der Technischen Universität Braunschweig zum Bundesliga-Sponsoring anhand einer Untersuchung für die erste und zweite Fußballliga. Kritisch sehen die Autoren das (positive) Transferpotenzial zwischen Sponsor und Verein etwa in den Partnerschaften von Wiesenhof und Werder Bremen oder Gazprom und Schalke 04. Denn diese erzielten die niedrigsten „Sponsor-Fit-Werte“ aller analysierten Engagements. Eine bessere Rolle als „Gesamtmarkenoptimierer“ spielen danach die Partner Borussia Dortmund mit Evonik (Werbemotiv im Bild oben) und Turkish Airlines oder Bayern München mit der Deutschen Telekom, der Allianz-Versicherung und der Hypovereinsbank oder Borussia Mönchengladbach mit der Santander-Bank. Vermutlich besonders schlimm fürs Image, aber gut für die Bekanntheit der Marken: Wenn ein Gigant wie Gazprom mit Schalke gegen ein putziges „Feldschlösschen“ als Sponsor von Dynamo Dresden verliert, wie am vergangenen Montag in der ersten Runde des DFB-Pokals.

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Verkehr: Mit Empathieaufruf gegen Angst-Ärger-Raser

Warnschild-AutobahnAllen (Verkehrs-)Warnungen zum Trotz: Offensichtlich sind viele Geisterfahrer vom verkehrten Weg kaum abzubringen. Dennoch plant das Bundesverkehrsministerium derzeit ein digitales Pilotprojekt als Frühwarnsystem für Falschfahrer an Autobahnauffahrten, voraussichtlich im vermutlich besonders gefährdeten Süddeutschland. Die gelben Warnschilder (im BMVI-Bild, Quelle: Autobahndirektion Süd), die aktuell nach österreichischem Vorbild an einigen Auffahren in Bayern getestet werden, reichen wohl immer noch nicht aus. Sakra, wie dämlich muss man sein?! Oder erregen womöglich andere, bisher unbeherrschbare Emotionen den elendigen Einfluss auf fehlerhaftes Fahrverhalten? Die Ergebnisse einer neuen Studie lassen darauf schließen und neue kommunikative Konsequenzen erwarten.

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Internationalisierung mit Kehrseiten

GG-BrauseJede Internationalisierung kann mit der Verbindung von Kulturen überraschende Aufgaben der Aufklärung bereithalten: Eine außergewöhnliche Herausforderung an klare Kommunikation beherzigt sichtlich das Novotel Amsterdam City angesichts seiner Hotelgäste aus aller Welt, die vermutlich im Zuge zunehmender globaler Reisetätigkeit dort tagtäglich einkehren, um dann möglicherweise im Bad unkonventionelle Techniken der Körperreinigung zu praktizieren. Zumindest lässt der abgebildete Hinweis „We kindly request you to take your shower in the bathtub“ erahnen, dass zuvor versehentlich ganze Etagen überschwemmt wurden wie jüngst Münster nach dem Unwetter. Nicht ohne Komik gestaltet sich meine Vorstellung, dass ahnungslos schlafende Besucher von einem vollgetropften Ohr erwachen, weil im Stockwerk drüber wonnig Brausende ausgiebig abseits der Wanne das Wasser laufen lassen.

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Werbung im Ethnolekt – oder: „Bin isch Urlaub“

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Den Einzug „ethnolektaler Formen“ in die Alltagssprache sieht Dr. Diana Marossek (hier im Bild von Thomas Schubert) auf dem Vormarsch. Die 30-jährige Soziolinguistin untersuchte für ihre Dissertation an der Technischen Universität Berlin (TUB?) die Entwicklung sogenannter „Ghettosprache“ anhand von Jugendlichen in 30 Schulen der Bundeshauptstadt. Eines ihrer jetzt eröffneten Ergebnisse lautet: Die reduzierte Syntax fließe vermehrt ein ins gesprochene Berlinerische, das selbst schon Artikel und Präpositionen weglasse. Medien, Werbung, Radio und Film setzten zudem den „Ethnolekt“ längst als stilistisches Mittel ein. Beeindruckende Beispiele verbreiteter Verwendungen auch rund um Produkt- und Händlermarken liefert sie gleich mit: „Hast du Edding?“; „Alex, du Spast, gehst du wieder heimlich Plus?!“ – „Klar, man. Hinterher geh ich wieder Döner!“; „Muss ich Quark Kirschen tun oder Kirschen Quark?“. „Muss Du Claudia Bertani fragen, Alder“, möchte man mitmischen. Konsequenzen etwa für Texter in Werbeagenturen sind übrigens nicht zu erwarten, denn die schreiben ja schon das neue Sprachengemisch.

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Nachhaltigkeit mit System und Sensation

Edeka-Screenshot

Lebensmittelhändler Edeka spielt das Thema „Nachhaltigkeit“ zwar nachhaltig auf Aufmerksamkeit zielend ebenso über seine Website (siehe Screenshot oben) wie auch in seinen Läden, aber insgesamt ist es rund ums Bio-Sortiment eher ruhig geworden, möchte man meinen. Vielleicht liegt’s daran, dass sich diese Produkte schon einen festen Nischenplatz in den Regalen erobert haben und stillschweigend akzeptiert sind. Aber wäre dieses Geschäftsfeld nicht weiter ausbaufähig? Nun trommelt die Uni Witten/Herdecke erneut für eine stärkere Berücksichtigung, weil Nachhaltigkeit für Unternehmen der Lebensmittelbranche immer wichtiger werde. Diese Botschaft geht vom soeben beendeten zweiten „Unternehmertag“ aus, bei dem „50 Topvertreter von Handels- und Herstellerseite“ aufeinander trafen und für die Ernährungsbranche langfristige Konzepte in gemeinsamer Kooperation forderten. Es sei elementar, Mitarbeiter wie Kunden dafür zu begeistern und so den Wandlungsprozess anzustoßen. Wer hätte das gedacht?

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Spiritus Service: Mit Kunden im Klinsch

GG_Kundenmonitor-07-2014Kundenservice paradox: „Aggressivität und Gewalt“ herrschen im Kontakt zwischen Unternehmen und Kunden weiterhin auf hohem Niveau. Der Knatsch und der Knies in dieser Beziehung nimmt sogar noch zu, lautet ein Ergebnis im „Kundenkonfliktmonitor 2014“ als Trend in der Dienstleistungsbranche. Die Auseinandersetzungen häuften sich insbesondere im telefonischen und persönlichen – na ja: – Dialog, stellt der Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Darmstadt aktuell fest, nachdem er die Daten zum vierten Mal erhob. Der Befund insgesamt verursacht Kopfschütteln und Augenrollen, weil die befragten Firmen weiter Spiritus in lodernde Flammen schütten. Statt einen Spiritus im Sinne von einem Geist für Service zu entwickeln. Und statt mit beschwerdefreien Leistungen und Personalschulungen gegenzusteuern, schicken sie Anrufer offenbar lieber ins Warteschleifen-Nirvana und reden beruhigend auf ihre depressiven Service-Sklaven ein als wären es kranke Pferde. Wenn jeder zweite der 199 ausgefüllten Fragebogen prognostiziert, dass künftig noch mehr Ärger zu erwarten ist, dann darf hier fürs Schweigen (symbolisch fotografiert und stilisiert im Bild oben) kein Deckmäntelchen gereicht werden.

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Industrie 4.0: Mittelstand in Mopsgeschwindigkeit

d34538eaaaWie bitte, Industrie 4.0? – Lahm wirkende Württemberger verstellen sich wohl nur, um so erfolgreich zu bleiben wie dieses Bundesländle mit seinen vielen Weltmarktführern aus dem bescheiden-bodenständigen Mittelstand bekanntermaßen schon war und ist. Jetzt verpasst das dortige Ministerium für Finanzen und Wirtschaft (welch’ eine Kombination!) vernetzungswilligen Unternehmen der Power-Region mit einem öffentlich zugänglichen „Web-Kompetenzatlas“ quasi das Kartenwerk, um sie über „Mopsgeschwindigkeit“ (Michael „Bully“ Herbig) in die „Industrie 4.0“ zu führen. Als „Vorreiter“ schaffe die „starke Vielfalt in BW“ eine „intelligente Produktion der Zukunft“ sowie „Wertarbeit“, zumal die „Fabrik der Zukunft“ sich selbst „steuert und optimiert“, droht das Ministerium allen Wettbewerbern in anderen Bundesländern und sonst wo an. So eine Ankündigung kann Angst einflößen – oder animieren, selbst aktiv zu werden. Aufwachen, NRW, Saarland, Sachsen, McPom!

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Apple: Läden als geschütztes Markendesign

Apple-StoreDie Gestaltung seiner Apple Stores versucht der Computer- und Konsum-Elektronikhersteller des verstorbenen Steve Jobs patentrechtlich als Branddesign vor Nachahmern zu schützen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat jetzt entschieden, dass Apple die spezifische Gestaltung seiner Läden prinzipiell als Marke eintragen lassen kann. Damit stellen sich die Richter gegen eine Entscheidung des deutschen Patent- und Markenamts in München, wo Apple mit dem Antrag auf Markenschutz für das Store-Design gescheitert war. Das ist ein gutes Zeichen in Zeiten von ideenreicher Markenführung als Alleinstellungsmerkmal im Kampf gegen unverschämtes Kopieren. Und vielleicht gibt das Grundsatzurteil allen Händler auch einen Anstoß zum Überdenken ihrer zum Teil lieblosen Ladenkonzepte.

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Marke Müller – die andere WM-Spielerpotenzialanalyse

mueller-websiteÜber das Markenprofil deutscher Nationalspieler sprach jetzt der ausgewiesene PR- und Marketingexperte Frank Dopheide, hauptberuflich Geschäftsführer der Deutschen Markenarbeit GmbH (laut unbescheidener Selbstdarstellung “Deutschlands erste Adresse für Manager und ihre Marke”), anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft im Interview mit Marc Halbach für “Die Welt” der Axel Springer SE. Seiner Bewertung mit Verlierern und Gewinnern ist grundsätzlich beizupflichten. Vor allem vermitteln die Ergebnisse prima an Personen und damit anschaulich, mit welchen Charaktereigenschaften eine Marke als Phänomen punktet.

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Vaio wieder wachgeküsst?

Ohne TitelDie ehemalige Laptop-Marke von Sony lag nicht lange im Dornröschenschlaf: Erst im vergangenen Februar hatte sich der japanische Elektronikkonzern von seiner Computersparte dieser bekannten Brand getrennt und gleich mit von 5.000 Vaionen (?), Vaioanern (?), Vaiomanen (?), Vaioloten (?) oder wie die Betriebsangehörigen sonst hießen. Anmutig wie Apple wirkt der Auftritt auf der Website (im Bild oben) zwar schon fast, aber abgestimmte Farben und feine Formen allein werden es nicht bringen. Mit dem Bau guter Klappcomputer zu beginnen ist der Unternehmensführung und den nun nur 240 Mitarbeitern der in Eigenständigkeit gestarteten neuen Firma zu raten. Denn auch die Produktqualität schien nicht immer zu stimmen in der Vergangenheit.

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