Shopping-Sucht sofort krankhaft behandeln

Shoppen

Fürs Shoppen sein Geld aus der Tasche ziehen bis auf die Unterhose? Oder zumindest bis auf die Hose? Und wem gehört diese gierige Hand? (Foto: NicoLeHe/pixelio.de)

Beim Shoppen entwickeln knapp 5,7 Millionen Deutsche einen derart maßlosen Rausch, dass sie in eine Psychotherapie gehören. Dazu rät jetzt jedenfalls die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM). Angesichts der von ihr errechneten „sieben Prozent aller Menschen“ bezieht sich dies beispielsweise bei insgesamt 81 Millionen Bundesdeutschen in hiesigen Fußgängerzonen und Einkaufscentern auf die oben genannten fast sechs Millionen Patienten in spe. Wie früh das Jagen im Laden zur Gewohnheit gerät, war hier jüngst schon bezüglich des Einkaufsverhaltens für Babys zu lesen. Die DGPM  empfiehlt potenziell Betroffenen brav die Arztpraxen ihrer 1.500 Mitglieder aufzusuchen. Kilometerlange Schlangen sind zu befürchten.

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Zeitungswerbung als „Slo-vertising“ zum Schlummern

„Zeitungswerbung ist nachhaltig. Anzeigen unterbrechen den Lesefluss nicht und machen den Content nicht kaputt (sic!). Auch die Dichte an Botschaften ist eher gering (bitte?). Das macht die Zeitung als Werbemedium ruhiger (=langweiliger?), aber in einer reizüberfluteten Medienwelt auch zu einer Wirkungsoase“, beginnt Angelika Boese ihre auch an mich adressierte „Presseinformation: ZMG zum Erfolgsprinzip Slo-vertising“. ZMG ist die „Zeitungs Marketing Gesellschaft mbH & Co. KG“, für die Frau Boese als „Information Manager“ der beauftragten Ogilvy & Mather Werbeagentur GmbH auf eine neue „Kampagnen-Microsite“ ausgiebig hinweist. Das hier oben gezeigte Filmchen unter dem Titel „Consumer Penetration Unlimited. Werbung darf wehtun.“ gehört dabei zu den Instrumenten, um einen „Ausweg aus dem Werbewahnsinn“ und einen Weg „zurück zu Werbung, die wirkt“ aufzuzeigen. Fällt den Vertretern der Branche kein besseres Argument mehr ein, als dass uns Zeitung(swerbung) nicht anschreit und überall hin verfolgt? Meines Erachtens eine Schnapsidee, Qualität daran zu knüpfen. Da hilft es auch wenig, als Zugaben wie üblich ein „Persiflieren“, eine Prise „Ironie“ oder ein „auf-die-Spitze-treiben“ mitzuliefern.

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Einkaufstrends in erwartungsfroher Elternschaft

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Bitte lass nicht Cindy aus Marzahn da drin sein! Sonst sind Geburten aber schon ein freudiges Ereignis.(Foto: helenesouza.com/pixelio.de)

Einkaufsgewohnheiten werdender Mama-Papa-Paare beleuchtet erstmals eine „ethnografische Untersuchung zu vorgeburtlichen Elternschaftspraxen“. Sterile Untertitel wie diese lähmen zwar jegliche Lust am Weiterlesen. Eine preisgekrönte Arbeit wird aber wohl zukunftsweisendes Wissen vermitteln – hier über Trends im Babykommerz, während der Nachwuchs im Bauch noch natürlich Bedürfnisse befriedigt bekommt. Erschütternde Erkenntnis der Premieren-Forschung: Der gemeinsame Einkauf fürs kommende Kind ist unter Eltern in spe massenhaft verbreitet, quasi alltäglicher Geburtsvorbereitungskurs (GVK) und als Triebtätigkeit ein beliebtes „Paarprojekt“, das oft sogar noch unterstützt wird durch prekäre Personen wie großzügige Großeltern. Kaufkraft mit Nebenwirkungen. Denn vermutlich verursachen diese Horden schlimme Staus, legen flächendeckend ganze Shopping-Zonen lahm und hinterlassen hilflose, angeblich starke Geschlechter, die gestresst und geschunden anschließend ins Männerhaus gehören.

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Zerstören störende Trolle sterbende Medien?

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Freche Medien-Nutzer und -Nichtsnutze: Leser als Störer, die den Profis auch noch die Zunge zeigen. (Foto: Georg Schemainsky/pixelio)

Todesstoß trotz Traffic: Ausgerechnet der Austausch zwischen Laien und Redaktionen über Social Media bzw. Blogs sei medienhistorisch neu“ und werfe zwei Überlebensfragen für die Branche auf. Nämlich erstens wie Beschäftigte in Print, Funk, Fernsehen mit diesen „Störern, sogenannten Trollen“ umgehen und zweitens ihre Arbeitgeber die Inhalte aus sozialen Netzwerken ins eigene (Online-)Angebot kanalisieren sollen. Dies wollen uns zwei neue Journalismus-Studien weismachen, die die Landesanstalt für Medien (LfM) aus Nordrhein-Westfalen jetzt in Berlins Bundespressekonferenz vorgestellt hat. Dialoge mit dämonischen Wesen – ob Riese, Kobold, Wicht noch Zwerg – dürften uns zwar hier nicht weiter dräuen bzw. jucken, jedoch die dort angekündigten erheblichen inhaltlichen, produktionellen (sic!), aber auch ökonomischen Herausforderungen“ durchaus. Grundsätzlich kann ich das Gejaule jener Jobber, die einst „irgendwas mit Medien“ (und Menschen) machen wollten, eigentlich nicht mehr hören. Diesen Störern sei ins Stammbuch geschrieben: Zu Lieferungen und Leistungen, die ihre Relevanz verlieren, sagen Abnehmer irgendwann zurecht „goodbye“ statt „good buy“.

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Sprache abseits der barriere- und bürokratiefreien Zone

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Sprachlos im Labor statt schlaflos in Seattle: Isabel Rink, Anna-Katharina Berg, Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz in der Textklinik, wo Studierende versuchen, etwa Erbrecht-Informationen in (leichte) Sprache zu übersetzen, was schon ziemlich lustig klingt. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Sprache als Schrecken erregende Verlautbarung: Keine Angst, falls Sie nur böhmische Dörfer sehen und nichts verstehen. Die Kommunikation unserer Behörden liefert regelmäßig erheiternde Beispiele, wenn Unverständlichkeit zur Witzproduktion herhalten muss. Dann eröffnen Wort- und Satzungetüme eine Spielwiese für Sprachlosigkeit, die Kopfschütteln und Kichern begleitet. Besonders gefordert sah sich jetzt endlich unser Bundesjustizministerium, den eigenen Textausstoß kritisch unter die Lupe nehmen zu lassen. Damit beauftragt war die Medienlinguistik-Professorin Christiane Maaß von der Universität Hildesheim, die angesichts von Formulierungen wie „Anregung zur Einrichtung einer Betreuung“ zu der phänomenalen Erkenntnis kommt: „Verwaltungstexte sind schon so in Ordnung (Anm. d. A.:…, weil) Teil des juristischen Diskurses. Aber sie dürfen nicht allein stehen. Sie bedürfen einer Verständlichmachung (sic!) für Nicht-Experten.“ Also Originaltext plus Übersetzung, einmal in Bürokratisch und einmal in Deutsch? Diesen Rat verstehe, wer will. Aber Frau Maaß lebt davon. Gutes Geschäftsmodell, von dem ich selbst profitiere: Denn ob Firma, Ferwaltung oder Finne – wer will schon nicht verstanden werden? Finanzminister Schäuble ganz bestimmt nicht. Und der genannte Skandinavier hat zwar durch sein possierliches Wesen unsere volle Aufmerksamkeit, doch auch unbestritten seine Schwierigkeiten sich uns in seiner Landessprache mitzuteilen, wenn einfaches „sich verständlich machen“ dort schon „saada itsensä ymmärretyksi“ heißen muss.

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Führung fehlt Personal mit biss(chen) Anspruch

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Führen, herrschen, Zähne zeigen: Ziemlich beste Freunde des Menschen zeigen, wie wackere Racker die Personalentwicklung regeln. Foto: Bernd Kasper/pixelio.de

Die Führung von Chefs durch Mitarbeiter fundiert bewertet zu finden, und dann auch noch an einem Tag gleich zwei Mal in aktuellen Studien mit quasi entgegengesetzten Botschaften, ist hier selbstverständlich der Rede wert im Medium für Visionäre, Strategen und Umsetzer. Also vor allem für Helden der Wirtschaft. Wir widmen uns gerne Vorbildern, was schließlich den Appell an alle anderen Kapitäne beinhaltet, mit Bedacht den richtigen Kurs einzuschlagen. Zumal „Leadership“ etwas aus der Mode geraten zu sein scheint. Trotz des Mangels und somit des Bedarfs an Orientierung. Ein Führer sei jemand, der Hoffnung vermittele, behauptete Bonapartes Napoleon, obwohl selbst darin nicht sonderlich erfolgreich. „Führer“ sind hierzulande historisch bedingt verpönt. Damals wie heute funktionieren sie grundsätzlich weder als Schaumschläger noch als Schleicher. „Vorgesetzter“ klingt aufgesetzt, trifft’s aber oft. Was zeichnet gute Chefs aus?

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Ein Traum aus Schaum

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„Schaum besteht aus Luftblasen, die von dünnen Flüssigkeitsfilmen – den Schaumlamellen – umgeben sind,“ beschwichtigt zu Beginn der brandneue Bericht mit geballten, geradezu ballonrunden Ergebnissen über „Proteinschäume in der Lebensmittelproduktion“, dessen Titelseite die komischen Kugeln oben bebildern. Diese kleinen Kugeln seien quasi weit verbreitet in unseren Mägen. Und zwar durch zahlreiche Nahrungsmittel, „mit denen Konsumenten einen hohen Genusswert assoziieren“: Brot, Biskuit, Desserts wie Mousse, Cappuccino, Eiskrem und Schlagsahne oder auch – seitdem sie nicht mehr als „Mohrenköpfe” oder „Negerküsse“ bezeichnet werden dürfen – eben bestbenannte „Schaumküsse“ mit Schokoladenüberzug. Forscher fassen in dieser soeben erschienenen Studie die zentralen Ergebnisse ihrer drei Jahre währenden Arbeit im „Clusterprojekt“ zusammen, was hier am Hort für Interesse an Innovationen sofort beleuchtet werden will, besonders wenn die begleitende Pressemitteilung starke Aufmerksamkeit erzeugt durch den Satz: „Doch bislang erfolgt das Schäumen von Lebensmitteln vorrangig nach dem Trial-and-Error-Prinzip.“ Wie bitte?!

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Marketing traut Daten nicht

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Marketing-Bermuda in Blau: ein im Nichts endender Daten-Tunnel.

Von der Qualität der Daten waren die Hälfte der befragten Entscheider im Marketing von Unternehmen nicht überzeugt, ergab eine Untersuchung der Kommunikationsberatung Hotwire, wenn auch nur unter 100 Teilnehmern. Zwar nutzen insbesondere größere Firmen mit 80 Prozent mehrheitlich marketingrelevante Informationen für ihre Strategie und Planung. Doch obwohl sich die Verantwortlichen mit 97 Prozent Befürwortern grundsätzlich als versiert im Umgang bezeichnen, zweifeln an den Zahlen mehr als die Hälfte von ihnen (Foto oben: Markus Vogelbacher, pixelio.de). Dies meldet der Haufe Verlag heute online und nahezu exklusiv, denn Hotwire selbst scheint die Daten versteckt zu halten, weil die Studienresultate wenn auch nach nicht allzu intensiver Google-Recherche sonst aber nur noch im “PR Report” zu finden sind. Blöd, wir hätten gerne mehr Daten erfahren.

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Messe zur Marke – optimaler Stand als Maß

MessestandFür prima Präsenz pätscheln Profis im sogenannten Live-Marketing an vier Gestaltungshebeln: Mit Hilfe von Form, FarbeRaum und Bewegung seien die Wahrnehmung und die Wirkung eines Messestands positiv zu beeinflussen, folgert Dr. Beatrice Ermer aus Untersuchungsergebnissen. Ihre Dissertation enthalte „für die Optimierung letztendlich multi-sensual ausgerichteter Messestände wertvolle Hinweise“, lobt Prof. Manfred Kirchgeorg vom Lehrstuhl für Marketingmanagement der HHL Leipzig. Allerdings liefert ausgerechnet Messebauer „Fairnet“, ebenfalls Leipzig, dazu ein Foto (oben) vom eigenen Messestand, der sich hübsch hinter Grashalmen versteckt und menschenleer wie kalter „urban jungle“ im Kleinformat wirkt.

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