Voll fett krank

Wenn Menschen voll fett krank sind, nehmen sich ihnen gerne wundersame Wissenschaftler oder wunderbare Komiker an. Für Letztgenannte steht hier stellvertretend der Liveauftritt oben sowie unter dem Link dieser Filmausschnitt aus der BBC-Comedy „Little Britain“ mit der Episode zur Selbsthilfegruppe „Fat Fighters“, deren schwer übergewichtige Mitglieder von Leiterin Marjorie Dawes richtiggehend fertiggemacht werden („Hallo Fatties!“). Ausgerechnet der durchaus dicke Matt Lucas übernimmt diesen Part. Sein eher großgewachsener, schlanker Partner David Walliams – neben seinen Rollen als Schauspieler durchschwamm dieser vor zehn Jahren mal eben den Ärmelkanal und sammelte damit über eine halbe Million Pfund für ein Waisenhaus in Äthiopien – spielt unter anderem als sehenswerte Carol Beer eine gelangweilte Angestellte in Bank oder in Reisebüro, um Kunden reihenweise Wünsche abzuschlagen mit den Worten: „Computer sagt nein!“ Auch vor Witzen gegenüber Ethnien oder Gender-Dingenskirchen wie Schwulen schrecken die Schwarzer-Humor-Scherzkekse nicht zurück. Die provozierend frechen Kommentare spricht Tom Baker, der einst den Doktor in der britischen Kultserie „Doctor Who“ mimte und zu den schmalen Giganten der britischen Fernsehgeschichte gehört. Er beginnt die Anmoderation mit so grotesken Anmerkungen wie „In Amerika gibt es mehr Dicke als überhaupt Menschen.“ Dann erhält etwa Jenny, die soooo gerne Eiscreme isst, von Kurleiterin Marjorie den hilfreichen Tipp stattdessen kalorienarme Eiswürfel zu naschen.

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Unsere Zukunftsstadt New York

Die Zukunft gehört großen Städten und damit quasi „future city number one“: New York (hier im Bild unten rechts die Freiheitsstatue von E. Kopp, pixelio). Satte siebzig Prozent von uns Überlebenden werden weltweit bis zum Jahr 2050 in Metropolen leben, prognostiziert Pascual Berrone als Professor für Strategisches Management an der IESE Business School, die selbst Standorte in New York City, München, in Barcelona und in Madrid sowie in São Paulo unterhält. Er hat dafür mit seinem Kollegen Joan Enric Ricart spitzenmäßige 77 Indikatoren in ze733266_web_R_K_B_by_E. Kopp_pixelio.dehn Rubriken gebündelt, um die Lebensqualität der indizierten Städte zu bewerten. Von den insgesamt 181 Städten rund um den Globus schaffte es „Hey number one … I want to be a part of it“ (Frank Sinatra) die City, die nie schläft, in dieser Studie auf den ersten Platz im Gesamtklassement. Guten Glückwunsch, gewürdigt hier oben mit einem rund zweiminütigen „Helicopter Flight“ über der US-Weltstadt unterlegt mit weichgespültem Jazz, auch wenn es mir wie Udo Jürgens geht, weshalb meine zehrenden Zweifel auf keinen eigenen Erfahrungen fußen. Zweifelsohne einen Bogen machen sollten aufgeklärte Gazetten-Leser indes um Lagos in Nigeria und Karatschi in Pakistan, denn diese beiden Moloche erhielten in fast allen Rubriken schlechte Bewertungen und landeten damit ans Ende der ellenlangen Tabelle. Ob jemand richtig rät, welches deutsche Zentrum zuerst im Ranking auftaucht?

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Neinsager in der Reklamation

Neinsager zu Bejahern zu entwickeln, das wäre doch auch in der Reklamation für markt- und kundenorientierte Unternehmen ein wünschenswertes Ziel, ist aber offensichtlich noch nicht „State of the Art“ in Wirtschaftsorganisationen. Die ServiceRating GmbH schlägt stattdessen soeben und sogleich in der Überschrift ihrer Pressemitteilung lautstark Alarm mit der Warnung „Großbaustelle Kundenrückmeldung“ und droht „finanzielle Einbußen bei jedem vierten Kunden“. Die Ergebnisse ihrer „repräsentativen“ Umfrage unter 2.053 Verbrauchern stellen die nach eigenen Worten „Kundenbindungsberater“ des Kölner Servicequalität-Optimierers entsprechend nicht ganz uneigennützig als ziemlich unzulänglich dar. Zugegeben etwas skurril, aber auch gewohnt gut grienend grooved Helge Schneider im Liedchen oben für sein Schätzchen die Kernbotschaft, die übertragen aufs Servicecenter dergestalt formuliert gehört: „Baby, bester Kunde, sag‘ bitte nicht nein, wenn ich’s gut mit Dir mein‘!“ Oder so ähnlich. Es geht also darum, das umzuwandeln, was der Lateiner präzise mit „reclamatio“ und damit als Gegengeschrei und als Neinsagen umschreibt, und zwar in ein klares „Ja, ich will!“. Eigentlich das normalste Ansinnen der Welt, was Vertriebstrainer für teuer Geld aber immer noch in Firmen unter dem sperrigen Begriff „Einwandbehandlung“ vermitteln müssen, damit Betreuer doch Niederlagen in Siege umzumünzen schaffen.

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Rettet das Gastgewerbe!

Ein Heer von TV-Köchen marschiert mittlerweile durchs Fernsehprogramm, um als Helfer meist mit der mission impossible „Rettet das Gastgewerbe!“ marode Betriebe wieder auf Vordermann zu bringen. Oft mit einem Augenrollen ob der Unprofessionalität der Betreiber. Rach oder Rosin – muss man für diesen neuen Beruf eigentlich einen Nachnamen mir R mitbringen? Klares Ja: Johann Rafer, Alfons Ruhbeck, Horst Richter, Tim Rälzer, Nelson Rüller, Ralf Racherl, Steffen Renssler, Jamie R’Oliver (oder wie diese Retter und Tester sonst noch so alle heißen) sind wie gebackener Beweis genug. Zählen wir die ganzen D-Promi-Dinner und Krawall-Koch-Shows (Calli Calmund!) noch hinzu, dürften wir heuer auf die Sendevielfalt mit Schmackes ein Ei schlagen. Viel zu nutzen scheinen die ganzen Aufklärungsdokus nicht, denn Unternehmer dieser Brancreturn-02-2016_Coverhe gehören zu den Spitzenreitern in Pleite-Rankings. Und wenn in der heimischen Küche dann doch ein Beutel mit Fertigfraß aufgewärmt wird, schmeckt der Lerneffekt fad‘ wie Puffreis. Gleichwohl bin ich ein Fan von Gastronomie und Hotellerie, denn was wäre das Leben ohne gemütliches Einkehren? Außerdem ist fast nirgendwo sonst Wirtschaft im Kleinen so schön überschaubar als Mikrokosmos präsentiert. Leicht ablesbar dort für Beobachter, was funktioniert und was nicht. Und als betroffener Besucher erlebt jeder alles – vom Rund-um-Verwöhn-Paket bis zum Hau-ab-Empfang im Spektrum zwischen den nachfolgenden Aphorismen von „Ein froher Gast ist niemals Last“ (Warburgspruch) bis „Das war einmal ein gutes Hotel, aber ich war auch einmal ein guter Junge“ (Mark Twain). Rettung naht nun am morgigen Dienstag, dem 10. Mai, mit dem Erscheinen von „return 02/2016“, jenem einzigen journalistischen Magazin für Unternehmensführung und Sanierung, das authentisch und seriös auch vor Krisen nicht halt macht und damit präventiv für Aufklärung sorgt – und zwar diesmal im Heft-Schwerpunkt „Gastgewerbe in Gefahr?“ auf rund 30 Seiten mit Erfolgsrezepten gegen leere Tische und unbenutzte Betten – und diesem Editorial:

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Hahaha zum Weltlachtag am 1. Mai

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Lacher im Jammertal? Foto: Stefan Kocanda, pixelio

Zum Weltlachtag am 1. Mai  schütteln wir uns hoffentlich ein dreifach kräftiges „Hahaha“ heraus. Dieser Ausruf (Interjektion) „stoßweise hervorgebrachter, unartikulierter Laute“, der laut Duden als verbaler Ausdruck die Belustigung begleitet, wobei nicht nur der Mensch zur Mimik den Mund in die Breite ziehe, die Zähne sichtbar blecke und um die Augen feine Fältchen bilde, ja diese Gefühlsregung purer Freude und heller Erheiterung hat also auch einen eigenen Feiertag. Wie lustig. Damit gehört das Thema eindeutig und ernsthaft mit Bezug zur Komik- bzw. Hkatja_mierke_Beitragumordisziplin an dieser Stelle beleuchtet, zumal die milliardenschwere Lachindustrie (Scherzgewerbe) von Kabarett über Comedy bis Witzezeichnen vermutlich seit Beginn der Menschheit gutgehende Geschäftsmodelle entwickelt. Streng wissenschaftlich betrachtet erklärt die sehr hübsch schmunzelnde Katja Mierke (im Bild von adhibeo.de) aktuell im Wissenschaftsblog der Hochschule Fesenius als Wirtschaftspsychologin im Fachbereich Wirtschaft & Medien eine Reihe von Nutzwerten und Vorteilen. Tenor: „Lachen macht glücklich und gesund.“ Halbwahr, denn es geht ganz gut auch ohne.

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Zwischen Employer Branding und Menschenopfern

Liddell lohnt sich, wenn man zwischen aufgemotzem Employer Branding, also Arbeitgebermarkenbildung, und glücklich ausgebeuteten Menschenopfern zu unterscheiden lernen möchte. Denn einen guten Chef „erkennt man nicht am guten Sitz der Krawatte“; allerdings auch nicht am schlechten Sitz der hauseigenen Uniformen. Die Farbe spielt dabei keine Rolle, ob bei rund 70.000 gelb-blau gekleideten Liddellianern oder bei den allein hierzulande rund 58.000 braun-schwarz-weiß gewandeten Franchise-Nehmern und Mitarbeitern von McDonald’s. Letztgenannter gibt als Burgerbrater nicht nur ein Leistungsversprechen für garantiert viel Verpackungsmüll, sondern auch ein „Führungsversprechen“ mit Werten für die Zukunftsfähigkeit unter dem Kommando „Mach Deinen Weg“, von denen hier nur drei der fein dahingeschriebenen Gebote zum Zeitvertreib als Zitat-Auszug folgen:

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Risiko IT, Teil 2: Der Niedergang von Apple und Gravis

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„Wenn wir keine (funktionierende) IT haben, brauchst Du (auch) keine IT.“ Willkürlich frei übersetzter Slogan, passend für viele Händler und Dienstleister dieser Branche. Foto: Marc Tollas, pixelio

Unser Leben mit IT beinhaltet als maßgebliches Risiko die stressbedingte Gesundheitsgefährdung durch massives Ärgern über Unzulänglichkeiten. Mitunter von Maschinen, meist von Menschen, die sie zum Laufen bringen sollen. Zugegeben hält die andere Seite der Medaille einige angenehme Erleichterungen bereit, die uns Automaten-Ausstattungen bescheren. Beides gilt im Beruflichen einerseits, im Privaten andererseits. Und durch das Zusammenwachsen von Job und Freizeit oft schon gleichzeitig. Nachdem im vergangenen Blog-Beitrag an dieser Stelle die Rede war von fehlender Verständlichkeit, mehr Transparenz und weniger Komplexität durch Technies am Arbeitsplatz, widmen wir uns im nachfolgenden Logbuch-Eintrag den Erlebnissen als quasi Verbraucher bzw. als Gebraucher von IT daheim und unterwegs im Umgang mit Digitaldealern. Als solche Abhängige befinden sich auch Kleinunternehmer wie Freiberufler oder Handwerker im Kreis der Klagenden, die rundum aufgeschmissen sind, wenn sie keinen Small-Data-Mann ihres Vertrauens kennen. Verzweifelung heißt der treue Begleiter, wenn hochnäsige Experten alle Nichtwissenden mit Arroganz am langen Arm verhungern lassen (Branchenslogan im Bild oben).

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Risiko IT, Teil 1: Digitalisierung als Chefsache

Fehlende Verständlichkeit zählt zu den größten Problemen der IT-Branche, die damit als Gefahr das Risiko heraufbeschwört, dass Kunden genervt ein Ohnmachtsgefühl überkommt. Mehr Transparenz und weniger Komplexität – damit wäre Beteiligten auf beiden Seiten schon viel geholfen. Ziel von seriösen ITK-Anbietern, davon bin sogar ich überzeugt, sind auch im Preis gewürdigte Lösungen, die das Leben erleichtern. Ziel von uns Abnehmern darf allerdings durchaus sein, dass dann die Erleichterung aber auch tatsächlich funktioniert ohne auf ein eigenes Informatikstudiumdiplom angewiesen zu sein. Äußert fragwürdig, dass ausgerechnet Dell in der nach Stromberg-Vorbild versuchten Video-Reihe „Neulich in der IT“ (siehe oben) lustig gemeinte „DAU-Erlebnisse“ dergestalt umdreht, dass wegen „bekloppter User-Fragen“ im sogenannten Support dem jeweiligen Call-Center-Agent ein Fragezeichen ins Gesicht geschrieben steht. Die Realität in Warteschleifen oder in wundersamen Warnhinweisen nebst Admin-Anweisungen aus dem Hilfsdienst für IT- und/oder TK-Probleme (ich nenn‘ nur: Telekom!) sieht doch gerade bei den Großkonzernen leider meist erschütternd anders aus.

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Start 2016: Auftakt kraftvoller Ausdrücke und Auftritte

Vielversprechend gelang der Start 2016 als Jahr in Schimpf und Schande – durch einen Auftakt aus kraftvollen Ausdrücken und Auftritten, der damit die Hoffnung nährt auf zwölf Monate voller Wahrheit durch Wahnsinn. „Zu glauben, was man möchte“ stellt dazu die beste Voraussetzung dar, konstatierte der aussprachebeschränkte Hobbyphilosoph Til Schweiger schon vor vier Jahren (siehe Ausschnitt oben). Aber mit aktuellen Ausfällen zu Jahresbeginn wuppte sich der für seinen Nachnamen recht Wasserfall-gleich Mitteilungsreiche allerdings nicht allein ins Rampenlicht. Mit drastischen Formulierungen schafften auch die ehemalige Außenministerin und eben wahlkämpfende Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton (USA) und der bisher eher unauffällige Generalsekretär Peter Tauber (CDU) den Sprung auf die Bühne der Öffentlichkeit. Ob das Trio neue Trends setzt mit der Verwendung offen und ehrlich gemeinter Schmähungen, die pöbelnde Promi-Proleten öffentlich in die Welt hinauskatapultieren?

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