Wer sagt, dass Kopien per se schlechter sind als das Original, hat unrecht. Zwei Gewährsleute versorgten mich jetzt mit Links zu Musikvideos, die eindeutig besser sind als ihre Vorbilder. Das sollen in einem Fall sogar die Künstler selbst zugegeben haben.
Den ersten Vergleich liefert der australische Belgier bzw. belgische Australier “Gotye”, der laut Wikipedia eigentlich witzigerweise Wouter “Wally” De Backer heißt und als Singer-Songwriter u.v.m. mit dem Hit “Somebody That I Use To Know” reihenweise goldene und platinfarbene Schallplatten abräumte. Das Lied nahm er auf im vergangenen Jahr mit der Neuseeländerin Kimbra (aus “König der Löwen”?) und landete damit in mehreren Ländern in den Charts. Sie kennen dieses Lied ganz sicher, denn heute nudeln Radiosender solche Hits ja bis zur Ohnmacht, so dass man gerade solcherlei Ohrwürmer nach dem anhaltenden Psychoterror nie mehr vergisst:
Die Parodie, die sich danach das Ensemble “Walk of the Earth” hat einfallen lassen, ist zum einen lustiger und in dieser Dichte am Instrument meines Erachtens bislang einmalig – und hat wiederum andere Nachahmer folgen lassen. Aber schauen Sie selbst (und beachten dabei vor allem den aufopferungsvoll kämpfenden Herrn rechts mit der Mütze):
Nach unbestätigten Meldungen sollen die Erschaffer des Originalsongs anerkennend gelobt haben, die Kopie sei klar besser als ihre eigene Variante. Gleiches darf ich wohl – auch wenn ich mir damit den Hass seiner Fans zuziehe – über den US-amerikanischen Singer-Songwirter (ja, noch so einer) Jason Mraz behaupten, dessen Original hier zu sehen ist:
Seine Darbietung erscheint mir überaus blass gegenüber diesem trotz offensichtlich permanent juckender Nase mit Bravour vorgetragenen Auftritt:
Nach Ansicht dieser engagierten Leistung gestand mein gitarrespielender Sohn anerkennd ein: “Irgendwo da draußen ist immer irgendein Asiate, der es besser kann als wir.” Womit wir wieder beim genialen Kopieren wären. Für ambitionierte Musiker hier eine neue Aufgabe: Kopieren Sie den ungewöhnlichen Stil dieses Schlagzeugers (schöner Titel auch: “this drummer is at the wrong gig”):
Dieses Internet-Tagebuch begleitet Entwicklungen aus der Welt der Märkte und Marken. Gelenkt ist der Blick aus einem besonders anstrengenden Betrachtungswinkel. Gerichtet auf das bunt schillernde Marketing als ganzheitliche Disziplin der kundenorientierten Unternehmensführung. Dabei darf das Entstehen von neuer Theorie und Praxis genauso vorkommen wie tolle Erfindungen, pfiffige Geschäftsideen oder sensationelle Services - aber eben auch katastrophales Kundenmissmanagement. Die Leser und der Autor sind gleichsam interessiert an merkwürdigen Moden, tiefgreifenden Trends und zukunftsweisenden Innovationen. Kurzum: Es geht um Erkenntnisse, die mindestens inspirieren und bestenfalls Nutzen stiften ohne in Form und Inhalt wie schwer verdauliche Wissenschaftskost daher zu kommen. In Anlehnung an den Autor (im Bild) trägt dieses Tagebuch den Titel "Garbers Gazette". Diese veraltete, heute eher ironische Bezeichnung für eine Zeitung deutet an: Dieses Blog treibt vor allem Humor als Haltung - mitunter sogar Schabernack. Vermutlich wagen wir auf dieser Basis den Blick in die Zukunft eher mit Optimismus. Das Leben ist schließlich schon schwierig genug. (Foto: Bernd Hegert)