Famose Fast Food Forschung

Schwere Geschütze fahren Wissenschaftler der University of Auckland in Neuseeland mit Studienergebnissen auf, die leider keine bleibenden Schäden vom Schauen solchen Fantasy-Quatsches wie “Herr der Ringe” (mit fast drei Milliarden US-Dollar Einspielergebnis allerdings die finanziell erfolgreichste Filmtriologie der Welt) oder aktuell der nächste Dreiteiler “Der Hobbit” nachweisen – allesamt gedreht in dem südpazifischen Inselstaat. Nein, die Forscher weisen nach, dass Kinder und Jugendliche schlimme Krankheiten davontragen, wenn sie zu oft Fast Food essen. Donnerwetter! Wer hätte das gedacht?

“Drei Mal oder häufiger pro Woche” sich Burger & Co. einzuverleiben würde für die Kids reichen, um “ihr Risiko zu erhöhen, an schwerem Asthma, Nasenschleimhautentzündungen und Ekzemen zu erkranken”. Aha, schau an. Ob diese Mädels und Jungs völlig überrascht werden von den Konsequenzen, weil sie “einfach nix gespürt” haben vom nahenden Unheil wegen ungutem Essen? Muss man ihnen tatsächlich Esskultur beibringen, in dem man wertvolle Schulzeit dafür opfert? Oder für ökonomisches Grundverständnis sorgen, weil Fast Food ja durchaus eben nicht billig ist – und damit auch für einkommensschwache Unterschichten keine Lösung? Ob sie tief im Innersten kein Unrechtsbewusstsein dafür haben, das ihre Art der Entsorgung ganz und gar nicht “okay” ist, nämlich auf dem Rückweg in ihr Dorf von städtischen Drive-in ihre leeren Pappschachteln und den Plastikmüll aus dem Auto an den Waldrand zu werfen? Und ob es ihnen sonst auch gut geht in punkto selbstständigem Denken? Gerne liefere ich der Wissenselite überdies in Frageform gleich weitere Hypothesen zum Überprüfen, wobei die Liste auf Anfrage und bei Langeweile gegen haufenweise Forschungsgelder fortgesetzt werden kann: Könnte es vielleicht sein, dass es nicht der Gesundheit zuträglich ist 80 Zigaretten am Tag zu rauchen? Ist die Chance groß, in einen Haufen zu treten, wenn jeder zweite Nachbar seinen Fiffi Gassi führt ohne die Bescherung zu beseitigen? Macht zu wenig Sex unzufrieden mit der Gesamtsituation? Warum schmeckt es mir eigentlich bei Burger King eindeutig besser als bei McDonald’s? Und: Sind Werbespots für fette Burger womöglich übertrieben? Etwa dieser:

Die groß angelegte internationale “Fast Food macht krank”-Studie sei unter der Leitung von Professor Innes Asher und Philippa Ellwood von der Fakultät für Kinder- und Jugendmedizin zustande gekommen, heißt es weiter. Die Ergebnisse seien soeben nicht nur in einem interessant klingenden Medium namens “Onlineausgabe des Wissenschaftsjournals ,Thorax’” veröffentlicht worden, sondern hätten zudem “bestätigt, dass man seinem Körper etwas Gutes tut, wenn man drei Mal oder häufiger pro Woche Obst isst”. So weit, so gähn.

Das hätte ich den Wissenschaftlern auch quasi “aus der Hüfte geschossen” sagen können. Aber nein, sie werteten dafür mühsam sage und schreibe “Daten von mehr als 319.000 Jugendlichen im Alter von 13-14 Jahren aus 107 Gesundheitszentren in 51 Ländern und von mehr als 181.000 Kindern im Alter von 6-7 Jahren aus 64 Zentren in 31 Ländern” aus. Die Erklärungen der Medizinforscher für die auftretenden Krankheitssymptome klingt so simpel wie naheliegend: Fast Food enthalte einen hohen Anteil an gesättigten und trans-Fettsäuren, die unser Immunsystem beeinträchtigen, während Obst reich an Antioxidantien und weiteren nützlichen Inhaltsstoffen sei.

Hier sollen wahrlich nicht die Gefahren von zu vielem Verzehr von Fast Food klein geredet werden, aber brauchen wir angesichts anderer drängender Fragen dieserart aufwendige Forschung für Naheliegendes? Interessenten dürfen meine Frage gerne an  Professor Innes Asher (mi.asher@auckland.ac.nz) mit weiterleiten. In unser Land exportiert hat die bahnbrechenden Erkenntnisse übrigens erneut das berüchtigte “Institut Ranke-Heinemann” aus dem Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund. Oje!

Die jetzt übermittelten elementaren Erkenntnisse wecken in mir prompt Erinnerungen. Genauer Kindheitserinnerungen. Noch genauer Erinnerungen an dieses Kinderlied:

Die Wissenschaft hat festgestellt,
Festgestellt, festgestellt,
Daß Marmelade Fett enthält.
Fett enthält.
Drum essen wir auf jeder Reise,
Jeder Reise, jeder Reise,
Marmelade eimerweise, eimerweise.
Marmelade, Marmelade, Marmelade,
Die essen wir alle so gern. “

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