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	<description>Nachrichtenblock aus der Welt der Märkte und Marken</description>
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		<title>Vorsicht mit guten Namen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 12:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t.garber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prof. Claus Hipp aus Pfaffenhofen gilt eigentlich als geachteter Unternehmer, der erfolgreich und vermutlich sehr profitabel rund 2.000 Mitarbeiter sein Eigen nennt und für sie als Firmenphilosophie und Auftrag ausgibt die &#8220;Herstellung von Produkten in Spitzenqualität und im Einklang mit &#8230; <a href="http://garbersgazette.de/2012/05/10/vorsicht-mit-gutem-namen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Prof. Claus Hipp aus Pfaffenhofen </strong>gilt eigentlich als geachteter Unternehmer, der erfolgreich und vermutlich sehr profitabel rund 2.000 Mitarbeiter sein Eigen nennt und für sie als Firmenphilosophie und Auftrag ausgibt die &#8220;Herstellung von Produkten in Spitzenqualität und im Einklang mit der Natur&#8221;. Jetzt allerdings fährt die Verbraucherorganisation Foodwach schwere Geschütze gegen das heuer vor 80 Jahren gegründete Unternehmen auf. Irreführung und indirekt Unglaubwürdigkeit nebst Verantwortungslosigkeit gehören als Vorwürfe quasi zur Munition. Sakra!</p>
<p><span id="more-4163"></span></p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/05/fw_HippInstant-Tees_300dpi_ger1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4165" title="fw_HippInstant-Tees_300dpi_ger" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/05/fw_HippInstant-Tees_300dpi_ger1-300x245.jpg" alt="" width="300" height="245" /></a>Image-technisch geht&#8217;s um die Wurst, konkret um die Dose (im Bild). Seine Instant-Tees &#8220;Früchte&#8221;, &#8220;Waldfrüchte&#8221; und &#8220;Apfel-Melisse&#8221; bewerbe der Hersteller als &#8220;Durstlöscher&#8221; für Kinder ab dem zwölften Monat und stelle das Produkt &#8220;sogar auf eine Stufe mit Mineralwasser&#8221;. Tatsächlich handle es sich hier jedoch um ein Zuckergranulat, kritisiert Foodwatch, wodurch eine Tasse dieser Tees auf 200 Milliliter umgerechnet zweieinhalb Brocken Würfelzucker enthalte. Da legst di nieda! Welches Elternteil will schon, dass seine liebsten Kleinen künftig lächeln mit vom Karies zerfressenen und folglich schwarzen Stumpen in ihren süßen Mündchen? Hätte ich nur etwas Schlecker-haftes in mir, würde ich als Claus Hipp toben.</p>
<p>&#8220;Was erlaube&#8230;&#8221;, würde Signore &#8220;Wie Flasche leer&#8221; Trapattoni trompeten wie einst als Trainer des FC Bayern. Gegen Geldkoffer auf Beinen ist solch harsche Kritik indes allerorts akzeptiert. Was aber bleibt Claus Hipp und seinem ihn umgebenden Clan aus Geschäftsführern und Gesellschaftern namens Georg &#8220;J.&#8221;, Paulus, Stefan, Sebastian (haben alle ihren Jungennamen behalten) und den anderen Familienmitgliedern? Zum Gegenschlag ausholen wie seinerzeit im Juni 2010, als Hipp in einer Stellungnahme gegen einen &#8220;Bio-Check&#8221; der Stiftung Warentest zurückschoss, die erhobenen Kriterien seien &#8220;einseitig und willkürlich gewählt&#8221;? Hip-hop tanzen wie ein Rumpelstilzchen nutzt den Hipps wenig, wenn sich die Öffentlichkeit erstmal um den Pranger schart.</p>
<p>Der Knackpunkt an diesem Fall ist: Hipp und seine Mischpoke spielen eifrig Karten, mit denen man gefährliche Spielchen spielt. Ihre Botschaft spiegelt sich im Slogan: &#8220;Das beste aus der Natur. Das beste für die Natur.&#8221; Besser geht&#8217;s nicht, wenn man sensibel Schwangere, bemühte Mütter, drollige Babys und putzige Kleinkinder als Zielgruppe anspricht. Der lustig-kunterbunte Markenschriftzug überm Slogan setzt &#8211; Ei der Daus! &#8211; aufs i und in beide P drei Herzchen. &#8221;Mein Baby Club&#8221; flankiert gewissermaßen als Wappentier ein niedlicher Elefant. Die hauseigene Internetseite ist übersät mit Gutmenschsprech, weist hier als Menüpunkt &#8220;Nachhaltigkeit&#8221; und dort &#8220;Bio-Qualität&#8221; aus, listet im Unternehmensporträt aber vor allem vollrohr alle Anerkennungen auf mit zum Teil nie zuvor gehörten Namen wie den Umweltschutzpreis &#8220;Goldene Blume von Rheydt&#8221; oder &#8221;Pro Biokultura&#8221;, aber eben auch den bekannteren &#8220;Steiger Award&#8221; in der Umweltkategorie, den &#8220;Econosophen&#8221; von &#8220;Human Plus e.V.&#8221; (sorry, klingt nach einem Hauch von Sterbehilfe), die &#8220;Bayerische Verfassungsmedaille&#8221; in Gold (etwa fürs Retten der Demokratie?) sowie speziell für Claus Hipp die Auszeichnung als &#8220;Der ehrbare Kaufmann&#8221; und dem sonst eher Gründer vorbehaltenen Wirtschaftspreis &#8220;Entrepreneur des Jahres 2010&#8243;.</p>
<p>Bei so viel Glockenklang zu Ehren mutter-teresa-gleichen Unternehmertums spitzen Kritiker und Öffentlichkeit natürlich besonders die Ohren. Ist Hipp so sauber wie er tut? Diese Frage fordert Hipps Claus geradezu heraus, wenn er über Sorgfalt, Gesundheit, Natureinklang und Spitzenqualität im Duktus eines Märchenonkels erzählt, sobald er auf Werbesendung ist. Und dann auch noch schließt mit den Vater-unser-mäßigen Worten: &#8220;Dafür stehe ich mit meinem Namen.&#8221; Vorsicht mit dem guten Namen! Das möchte ich Herrn Hipp immerfort zurufen. Denn an den &#8220;kann schnell was drankommen&#8221;, wie man in Westfalen sagen würde, was ein Bayer nicht wissen kann.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/bXnHcAkuqLA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Will sagen: Mit Kommunikation schwingt immer auch ein Sound mit. Hier säuselt er ins gute Gewissen: Hipp ist lieb. Also kaufe besser keine Konkurrenzprodukte für dein Kind. Nur wir können dir höchste Sicherheit und Qualität für dein Bub und Madl garantieren. Schauen Sie selbst, wie Hipp das in <a title="tv-spots" href="http://www.hipp.de/index.php?id=702" target="_blank">Spots </a>verpackt. Gänsehaut pur. Dieses selbstverschriebene Image hat fragile Schwachstellen, wenn nur der Verdacht des Zweifels aufkommt. Da kann man seine Produkte brav mit Zutatenliste auszeichnen oder sich Stempel von Fresenius abholen, bis der Arzt kommt. Nun bin ich auch bei Foodwatch etwas vorsichtig geworden wegen der mitunter krawallartigen Überfälle auf Unternehmen. Gleichwohl bleibt eine Behauptung eher hängen als ein Dementi. Und Andreas Land als Chef von Gebäckhersteller Griesson &#8211; de Beukelaer hat sicher Recht mit seiner im <a title="land-interview" href="http://www.absatzwirtschaft.de/content/marketingstrategie/news/_b=76613,_p=1003002,_t=fthighlight,highlightkey=Andreas+Land" target="_blank">Interview </a>geäußerten Kritik an Kritikern: &#8220;Wir backen nun mal Süßwaren. Ein schlechtes Gewissen deswegen halte ich aber für papperlapapp. Diese Diskussion mag in unserer Gesellschaft aus öffentlicher Aufregung und medialer Skandalisierung geführt werden. Wir bleiben lieber sachlich. Keine Frage: Der übermäßige Genuss von Zucker ist schädlich. Aufgeklärte Menschen wissen und berücksichtigen das.&#8221;</p>
<p>Leichtfertiges Heraushauen von Kritik gerade rund um Lebensmittel, vermengende Verwurstung in Medien und Öffentlichkeit, eigenverantwortliches Ernähren - dies alles sind schwierige Herausforderungen unserer Gesellschaft. Röntgen- und Lupenblicke sind allerdings auch wichtig und richtig, wenn&#8217;s ums Happa-happa geht. Dabei steht GdB immerhin für Süßgebäck, Hipp aber für gesunde Babynahrung. There is a big difference between &#8220;Zuckerwasser&#8221; and &#8220;Mineralwasser&#8221;. Verständlich verstehen Kunden da nicht den Hauch von Spaß oder Etikettenschwindel. Ob die Fakten in der Kritik an den Hipp-Tees berechtigt ist, können letztlich wohl erst einmal nur Chemiker klären. Spätestens seit <a title="ronald reagan" href="http://politicalhumor.about.com/cs/quotethis/a/reaganquotes.htm" target="_blank">Ronald Reagan </a>wissen wir ja leider auch: &#8220;Facts are stupid things.&#8221; Mit anderen Worten: Man kann Fakten so oder so sehen. Davon leben Heerscharen von Gutachtern. Kurzum: Wenn die Zutaten wirklich nicht zum vermittelten Anspruch von Hipp passen, dann macht nicht nur der falsche Ton die Musik, sondern ist die ganze Partitur bzw. Rezeptur misslungen. Oder wie aus einer anderen Welt der Liebe meine neue Freundin mir soeben in einer E-Mail glaubhaft versichert:</p>
<p>&#8220;Hey. My name is Victoria. I am from Ukraine. I’m looking for a guy who is willing to love me. I promise to do whatever they want. But my English is very bad.&#8221;</p>
<p>Ich glaub&#8217;, die meint es ernst&#8230;</p>
<p>Claus Hipp auch?</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/Nq7jUlotPG8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Wie wandlungsfähig ist Ihr Unternehmen?</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 08:53:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t.garber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immer, wenn es um Defizite in Firmen und Betrieben geht, erwähnen selbst namhafte Markt- und Marketingexperten in Gesprächen mir gegenüber oft und gerne eine fehlende Systematik: ob in Marktforschung, Kundenaquise, Auftragsmanagement, Forschung &#38; Entwicklung, Preispolitik (wird besonders häufig genannt), Vertriebsstrategie/-kanäle oder &#8230; <a href="http://garbersgazette.de/2012/05/04/wie-wandlungsfahig-ist-ihr-unternehmen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Immer, wenn es um Defizite in Firmen und Betrieben geht,</strong> erwähnen selbst namhafte Markt- und Marketingexperten in Gesprächen mir gegenüber oft und gerne eine fehlende Systematik: ob in Marktforschung, Kundenaquise, Auftragsmanagement, Forschung &amp; Entwicklung, Preispolitik (wird besonders häufig genannt), Vertriebsstrategie/-kanäle oder Kommunikation. Es fehlt an langfristiger Planung, an konsequenter Umsetzung und am nachhaltigen Nachhalten der erreichten Ziele.</p>
<p><span id="more-4146"></span></p>
<p>Deswegen scheue ich mich nicht, zum wiederholten Mal an dieser Stelle das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung aufs Schild zu heben. Nicht nur weil es mit Isi so ein putziges Kürzel sein Eigen nennt, sondern weil die Wissenschaftler dort praxisbezogen an Systematikhilfen für die Wirtschaft arbeiten. Diesmal haben die Forscher nach dem richtigen Maß an Wandlungsfähigkeit in Unternehmen gesucht. Wir wissen: Wirtschaft ist kein breiter, ruhiger Fluss (mehr), sondern (heute) ein munter brausender Gebirgsbachwasserfall. Und weil diese ersten beiden Absätze voller Text über unschöne Mängel schon so viel Stress bei Ihnen verursachen, schiebe ich hier erstmal zum Zuschauen und Genießen eine Entspannungsübung ein:</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/8PwKjaSbvAI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Solcherlei Dahinplätschern ist in Karlsruhe trotz badischer Lebensart wohl eher nicht angesagt. Im Isi wird geackert. Die Fraunhoferforscher sind findig, pfiffig und pfundig. Deshalb haben sie ihre Ergebnisse als <a title="broschüre" href="http://www.dywamed.de/dywamed/inhalte/projekt/veroeffentlichungen.php" target="_blank">Broschüre </a>zusammengefasst und gleichzeitig ein vermarktbares &#8220;<a title="tool" href="http://www.dywamed.de/benchmarking" target="_blank">Online-Benchmarking-Tool</a>&#8221; entwickelt, das für &#8220;495 Euro zzgl. MwSt&#8221; zur Verfügung steht. Das Projekt haben sie leider nur auf den unnötig kryptischen Namen &#8220;DyWaMed&#8221; getauft. DyWaMed? Vielleicht steht das ja für innovative-DYsonstaubsauger-gekreuzt-mit-WAschmaschinen-von-Miele-hochgetunt-zu-MEDizintechnik-zur-Erlangung-höherer-Flexibilität! Jedenfalls haben die Projektverantwortlichen dafür mehr als 200 Hightech-Unternehmen &#8220;empirisch erfasst&#8221; und befragt sowie die &#8220;Wandlungsfähigkeitspotenziale&#8221; (Isis sprechen dieses Wortungetüm bitte 50 Mal ganz schnell fehlerfrei), um daraus ein Modell zu entwickeln, mit dessen Hilfe die Wandlungsfähigkeit in Betrieben &#8220;nachhaltig zu steigern&#8221; ist.</p>
<p>Zur Erklärung erklären die Fraunhoferforscher: &#8220;Um das richtige Verhältnis von kurzfristig einsetzbarer Flexibilität und langfristig benötigter Wandlungsfähigkeit zu finden, braucht es geeignete Methoden und eine ausreichende Datengrundlage zur Einschätzung der eigenen Position und Potenziale.&#8221; Beides liefere DyWaMed, was ein simulationsgestütztes Werkzeug &#8220;zur <strong>Dy</strong>namischen Steuerung der <strong>Wa</strong>ndlungsfähigkeit integrierter Wertschöpfungsketten in der <strong>Med</strong>izintechnik&#8221; (aha!) sei. <a title="isi" href="http://www.isi.fraunhofer.de/isi-de/index.php" target="_blank">ISI </a>habe ein Modell entwickelt, das die Messung der Wandlungsfähigkeit anhand konkreter strategischer Zielgrößen wie Volumen, Variantenzahl oder der Durchlaufzeit der Produkte ermögliche. Apropos Durchlaufzeit (weiter geht&#8217;s nach einer kurzen Plitscherplätscherpause):</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/CzeHFSAiT80" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dazu wurden 210 Betriebe der Medizin-, Mess-, Steuerungs-, Regelungstechnik und Optik zu ihren aktuellen Wandlungsfähigkeitspotenzialen ausführlich telefonisch befragt sowie die von ihnen in diesem Rahmen eingesetzten technischen und organisatorischen &#8220;Befähiger-Konzepte&#8221; erfasst. Projektleiter <a title="oliver kleine" href="http://www.isi.fraunhofer.de/isi-de/i/mitarbeiter/ok.php" target="_blank">Oliver Kleine </a>sagt: &#8220;Damit wird erstmalig eine empirische Datenbasis zur Messung der Wandlungsfähigkeitspotenziale produzierender Unternehmen zur Verfügung gestellt, deren Ergebnisse auch für andere Branchen interessante Einschätzungen erlauben.&#8221;</p>
<p>Die wichtigsten Ergebnisse seien in der Broschüre &#8220;Wandlungsfähigkeit messen und benchmarken&#8221; zusammengefasst, die vollständigen Ergebnisse seien im erwähnten Online-Benchmarking-Tool zugänglich. Interessierte Unternehmen könnten hier die Stärken und Schwächen ihrer betrieblichen Flexibilität und Wandlungsfähigkeit im Vergleich zu anderen Firmen individuell analysieren und damit Ansätze zur Steigerung ihrer Wandlungs- und Wettbewerbsfähigkeit aufdecken. Um Vergleichbarkeit zu gewährleisten, könne sich jedes Unternehmen aus der Gesamtheit der befragten Betriebe eine passende Vergleichsgruppe &#8220;zurechtschneiden&#8221;, die seinen Ausgangsbedingungen und Rahmenbedingungen möglichst ähnlich sei, und sich mit dieser spezifisch und zielorientiert messen.</p>
<p>Die Ergebnisse will Isi für jedes Unternehmen online darstellen und parallel als detaillierten pdf-Ergebnisbericht zur Verfügung stellen. Das hört sich grundsätzlich gut an, weshalb an dieser Stelle darauf hingewiesen wird. Was die Wandlungsfähigkeit angeht, dürften sich Unternehmen schön ruhig ein Beispiel an Gebirgsbächen nehmen, die auch ihren Weg permanent ändern, um Hindernisse zu überwinden &#8211; und sich dafür wahnsinnig winden. Denken Sie nur an den Colorado River, der über Jahrmillionen ins Gestein des Colorado-Plateaus das Nationalpark-Naturwunder des Grand Canyon gegraben hat. Chapeau nochmal dafür! Ich würde mich freuen, wenn Ihr Unternehmen mit dem Isi-Hilfsmittel an Flexibilität gewinnt und Sie mir dann eine Rückmeldung geben. Viel Erfolg! Und &#8211; los geht&#8217;s:</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/h3jY4wzQPGs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Facebook &amp; Co. are watching you!</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 14:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t.garber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da wird uns angst und bange: Soziale Netzwerke wie Facebook können auch über Nicht-Mitglieder eine Menge herausfinden. Also selbst wenn die Betroffenen gar kein Nutzerprofil angelegt haben. Informationen werden von Mitglieder einfach auf Nicht-Mitglieder übertragen und anhand von Merkmalen, die &#8230; <a href="http://garbersgazette.de/2012/05/02/facebook-co-are-watching-you/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Da wird uns angst und bange: </strong>Soziale Netzwerke wie Facebook können auch über Nicht-Mitglieder eine Menge herausfinden. Also selbst wenn die Betroffenen gar kein Nutzerprofil angelegt haben. Informationen werden von Mitglieder einfach auf Nicht-Mitglieder übertragen und anhand von Merkmalen, die das Netzwerk analysiert, ausgewertet.</p>
<p><span id="more-4140"></span></p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/05/newsimage169502.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4141" title="newsimage169502" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/05/newsimage169502-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Allein etwa 40 Prozent der existierenden Freundschaftsbeziehungen zwischen Nicht-Mitgliedern könnten auf der Basis reiner Kontaktdaten korrekt vorherzusagt werden, fanden <a title="uni heidelberg" href="http://www.iwr.uni-heidelberg.de/" target="_blank">Forscher </a>der Universität Heidelberg jetzt heraus. Immerhin arbeiten die Wissenschaftler am &#8220;interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen&#8221;, was eine Menge verrrät. Denn während sich Otto Normalbürger wundert, warum das Internet &#8220;weiß&#8221;, dass er vor Tagen beispielsweise nach einem Kinderwagen suchte (denn seitdem wird er mit Babyproduktwerbung überschüttet), sind solche Software-Mechanismen im Hintergrund für Marc-André Normalmarketer langweiliges Alltagsgeschäft.</p>
<p>Schon seit Jahren gehen Wissenschaftler der Frage nach, welche Schlussfolgerungen sich mit Hilfe des Computers aus direkt oder indirekt eingegebenen Daten durch entsprechende Lern- und Vorhersage-Algorithmen ziehen lassen. In einem sozialen Netzwerk können auch Angaben wie sexuelle Orientierung oder politische Ausrichtung, die ein Mitglied nicht selbst angegeben hat, mit sehr hoher Präzision „berechnet“ werden, wenn genug Freunde des betreffenden Nutzers die entsprechende Information über sich selbst freigegeben haben. „Sobald bestätigte Freundschaftsbeziehungen bekannt sind, ist die Vorhersage bestimmter unbekannter Eigenschaften keine allzu große Herausforderung mehr für die maschinelle Datenanalyse“, sagt Prof. Dr. Fred Hamprecht, Mitbegründer des <a title="hcr" href="http://hci.iwr.uni-heidelberg.de/" target="_blank">Heidelberg Collaboratory for Image Processing </a>(HCI).</p>
<p>Konkret heißt das doch dies: Wer gleichzeitig mit zu vielen Fans von Borussia Dortmund befreundet ist und parallel Beziehungen zu zufällig zu vielen &#8220;Ballermann&#8221;-Mallorcareisenden unterhält sowie aus Mangel an anderen Nennungen mit dem Blockbuster &#8220;Transporter&#8221; in Verbindung gebracht wird, kann im realen Leben zwar als schachspielender Klassikfreund notfalls &#8221;Notting Hill&#8221; seinen Lieblingsfilm nennen, wird zur Strafe jedoch mit &#8220;<a title="dm" href="http://www.dorfmuensterland.com/" target="_blank">Dorf Münsterland</a>&#8220;-Werbung, &#8220;Modern Talking&#8221;-Musikvorschlägen und &#8220;Rocky, der Terminator - Teil 7&#8243;-Ankündigungen überschwemmt. Und das, obwohl man extra nicht Mitglied eines Netzwerkes wurde, damit man in Ruhe gelassen wird. Ihre Anfälligkeit für die automatische Generierung sogenannter &#8220;<a title="schatten" href="http://derstandard.at/1319180978430/Europe-vs-Facebook-Datenschuetzer-wollen-Facebook-wegen-Schattenprofilen-ueberpruefen" target="_blank">Schattenprofile</a>&#8221; verursachen die Armen durch ihre pure Existenz.</p>
<p>Die ausgefuchste Strategie der Leute-Belästigung erinnert wieder an George Orwells Roman &#8220;Big Brother&#8221; (sein Titel wird mittlerweile ja für eine eklige Sendung missbraucht &#8211; gibt es denn gar keine Moral mehr?). Darin findet Überwachung im totalitären Staat &#8220;Ozeanien&#8221; statt und so weit weg sind die Parallelen nicht zum großen Meer des Internets.</p>
<p>Wissenschaftlich formuliert klingt das nahezu harmlos: In einem sozialen Netzwerk im Internet sei es möglich, so das Heidelberger Institut, unter anderem mit Hilfe einer Funktion zum Auffinden von Bekannten an Informationen über Nicht-Mitglieder zu gelangen. So würden Neumitglieder von Facebook dazu aufgefordert, bei ihrer Registrierung dem Netzwerk ihre kompletten E-Mail-Kontakte zur Verfügung zu stellen – auch Kontakte zu Personen, die selbst nicht Mitglied bei Facebook sind. Ágnes Horvát vom IWR sagt: „Dieses sehr grundlegende Wissen darüber, wer mit wem in einem sozialen Netzwerk bekannt ist, lässt sich mit Informationen darüber verknüpfen, wen Nutzer außerhalb des Netzwerks kennen. Mit dieser Verknüpfung kann dann wiederum ein wesentlicher Teil des Bekanntschaftnetzes zwischen Nicht-Mitgliedern abgeleitet werden“.</p>
<p>Abgeleitet? Ich würde sagen: Ausgekundschaftet. Im Film ist dies m.E. am besten dargestellt in dem großartigen Streifen &#8220;Brasil&#8221; (dort sammelt auch nur das Minsterium für Informationen alle Daten):</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/7xNnRBksvOU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Heidelberger Wissenschaftler waren nach eigenen Worten selbst überraschend, dass alle Simulationsansätze qualitativ dasselbe Ergebnis brachten: „Unter realistischen Annahmen darüber, wieviel Prozent einer Bevölkerung Mitglied eines sozialen Netzwerkes sind und mit welcher Wahrscheinlichkeit diese ihr E-Mail-Adressbuch hochladen, hat sich gezeigt, dass es mit den Berechnungen möglich war, rund 40 Prozent richtige Vorhersagen über Bekanntschaften zwischen den Nicht-Mitgliedern zu treffen.“ Dies stellt nach Angaben von Dr. Michael Hanselmann vom HCI &#8220;eine 20-fache Verbesserung gegenüber einfachem Raten&#8221; dar. Ja, toll.</p>
<p>Die Untersuchung habe deutlich gemacht, welches Potenzial soziale Netzwerke besitzen, um Informationen über Nicht-Mitglieder abzuleiten. Die Resultate seien auch deshalb erstaunlich, weil sie auf reinen Kontaktdaten beruhen. Viele soziale Netzwerke und Dienstleister verfügen jedoch über weitaus mehr Informationen der Nutzer, etwa Alter, Einkommen, Ausbildung oder Wohnort. Mit der Verwendung solcher Angaben, einer entsprechenden technischen Infrastruktur und weiteren Strukturmerkmalen der Netzwerkanalyse ließe sich – so die Wissenschaftler – die Vorhersagegenauigkeit vermutlich noch deutlich steigern. Insgesamt zeige das Projekt, dass unsere Gesellschaft eine Vereinbarung dafür finden müsse, inwieweit Informationen genutzt werden dürfen, zu denen es keine Freigabe der betroffenen Personen gibt. Da kann ich nur zustimmen. Aber fix!</p>
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		<title>Berechtige Forderung von Rabattverbot</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 13:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t.garber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die sofortige Abschaffung von Journalistenrabatten forderte jüngst die Antikorruptionsorganisation &#8220;Transparency International Deutschland&#8221;. Aufhänger war die Entscheidung der Deutschen Bahn AG, solche Vergünstigungen nicht länger zu gewähren. Mal abgesehen davon, dass der schwerfällige Mobilitätskoloss meines Erachtens eher an anderer Stelle gravierende Probleme &#8230; <a href="http://garbersgazette.de/2012/04/20/berechtige-forderung-von-rabattverbot/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die sofortige Abschaffung</strong> von Journalistenrabatten forderte jüngst die Antikorruptionsorganisation &#8220;Transparency International Deutschland&#8221;. Aufhänger war die Entscheidung der Deutschen Bahn AG, solche Vergünstigungen nicht länger zu gewähren. Mal abgesehen davon, dass der schwerfällige Mobilitätskoloss meines Erachtens eher an anderer Stelle gravierende Probleme zu bewältigen hat wie in der Kommunikation mit zerknirschten Kunden auf dem Bahnsteig oder vor Automaten: Meine volle Zustimmung als Angehöriger der oben genannten Berufsgruppe hat Transparency. Spätestens seitdem ich zwei blonde Zecken mit Shoppingambitionen kennen und lieben gelernt habe.</p>
<p><span id="more-4125"></span></p>
<p>&#8220;Journalistenrabatte sind anachronistisch. Unternehmen sollten nicht auf bessere Berichterstattung schielen, indem sie Journalisten potenziellen Interessenkonflikten aussetzen.&#8221; Diese Botschaft von <a title="transparency" href="http://www.transparency.de/" target="_blank">Transparency</a>-Vorstand Jürgen Marten sollten sich alle Firmen ins Stammbuch schreiben. Unternehmen sollten nämlich zumindest versuchen, ihre Kommunikation offen, ehrlich und transparent zu betreiben. Die sozialen Netzwerke dürften dafür sorgen, dass die Verbraucher womöglich genauer hinschauen und -hören, was Wirtschaftsorganisation so von sich geben.</p>
<p>Die <a title="deutsche bahn" href="http://www.deutschebahn.com/de/start.html?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0001_footer-deutschebahn_LZ01" target="_blank">Deutsche Bahn</a>, wie ich mal hörte als größter Auftraggeber in Deutschland selbst besonders oft mit Korruptionsversuchen konfrontiert, hat nun bekannt gegeben, die Journalistenrabatte seit Wochenanfang abzuschaffen. Bisher konnten Journalisten die Bahncard mit 50 Prozent Rabatt erwerben. Zahlreiche Unternehmen wie Autokonzerne, Mobilfunkunternehmen und Fluggesellschaften bieten allerdings weiterhin munter Journalistenrabatte an. Und Kollegen nehmen sie gerne. Ich im Übrigen auch, gestehe ich, wenn auch an einer Hand zählbar selten. Zuletzt vor zwei Jahren beim Kauf eines Notebooks. Wobei normale Händler &#8211; wie ich aktuell von einem Kollegen nach Computerkauf vernahm &#8211; heute Endkunden nahezu genauso viel Nachlass gewähren wie Firmen eben Rabatte. Kurzum: Journalistenkonditionen sind nicht mehr nicht mehr herausragend günstig, waren immer fragwürdig und gehören als nicht mehr zeitgemäß aus dem Verkehr gezogen.</p>
<p>Ein befreundeter Zunftgenosse und Gewährsmann schrieb mir in dem Zusammenhang, dass bis in die 90er-Jahre hinein es für Mitglieder der Bundespressekonferenz sogar eine erhöhte Steuerabzugspauschale gab &#8211; und fügte ironisch hinzu &#8220;weil die ja auch einen erhöhten Aufwand haben, hahaha&#8221;. Seine berechtigte Frage: &#8220;Hatte hier gar der Staat selbst versucht, sich eine sich gewogene Berichterstattung zu erkaufen?&#8221; Ich würde nicht glauben, berichtet mein aufmerksamer Informant und Szenebeobachter, &#8220;wie verbissen meine Vorgesetzten ihre Mitgliedschaft in der Bundespressekonferenz verteidigt haben&#8221;. Und das, &#8220;obwohl sie nicht hingingen, sondern wir kleine Redakteure, die aber nicht Mitglied werden durften, weil ja aus jeder Redaktion möglichst nur ein paar Mitglieder nominiert werden sollten&#8221; Das Spielchen änderte sich erst, als die Steuerpauschale fiel&#8230; </p>
<p>Auch mein Kollege gibt frank und frei zu: &#8220;Ich nutze den Presserabatt, aber mir wäre es am liebsten, die alte Rechtslage würde wieder hergestellt, die alle Rabatte verbietet. Mir geht dieses dauernde Anschreien mit 30 Prozent hier und 50 Prozent da voll auf den Zeiger. Wenn Du irgendwas zum normalen Preis kaufst, hast Du doch gleich das Gefühl, zuviel ausgegeben zu haben.&#8221; Da pflichte ich ihm herzlich bei und antworte auf seine abschließenden, rethorischen Fragen mit einem fetten Ja: &#8220;Warum halten nur Apple und Porsche ihre Listenpreise hoch? Sind die anderen alle tumb?&#8221; Und warum sollen andere Berufsgruppen wie Priester, Architekten oder Bundespräsidenten überhaupt Ermäßigungen erhalten? Die haben doch genug Geld!</p>
<p>Ihm selbst hatte ich zuvor kundgetan, die Forderung von Transparency zu unterstützen. Vor allem, seitdem ich beim Durchzappen im Fernsehen diesen Werbespot gesehen habe, in dem die zwei nicht nur mit ihren Frisuren und ihrem Lächeln schmierigen Blondinen unverhohlen, ekelig und ausgiebig über die Einkaufsvorteile salbadern  &#8211; und endete im elektronischen Brief an meinen auch ohne Rabatte sehr professionell Worte und sogar Sätze und ganze Texte schmiedenden Leidensgenossen: &#8220;Überlege, ob ich das blogge.&#8221; Was ich hiermit tat.</p>
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		<title>Mitleidloser Abgesang auf Schlecker</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 12:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t.garber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ &#8220;Zu viele Fehler, zu wenig Freude&#8221;, bemängelt der Titel über dem Kommentar zur Schlecker-Pleite im aktuellen April-Heft der absatzwirtschaft &#8211; Zeitschrift für Marketing. Darin widme ich mich zugegeben etwas mitleidlos dem gewissermaßen Ableben der Drogeriemarktkette. Andererseits: Marktwirtschaft straft meist Missmanagement.    Schlecker &#8230; <a href="http://garbersgazette.de/2012/04/10/mitleidloser-abgesang-auf-schlecker/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <strong>&#8220;Zu viele Fehler, zu wenig Freude&#8221;,</strong> bemängelt der Titel über dem Kommentar zur Schlecker-Pleite im aktuellen April-Heft der absatzwirtschaft &#8211; Zeitschrift für Marketing. Darin widme ich mich zugegeben etwas mitleidlos dem gewissermaßen Ableben der Drogeriemarktkette. Andererseits: Marktwirtschaft straft meist Missmanagement.   </p>
<p align="left"><span id="more-4115"></span></p>
<p align="left"><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/04/konzern_neu_1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4116" title="konzern_neu_1" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/04/konzern_neu_1-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a>Schlecker braucht kein Mensch. Die Drogeriediscountermarke wird niemandem fehlen. Diese Erkenntnis klingt zwar bitter, ist meines Erachtens aber wahr. Kunden auf dem Dorf dürften zwar das Aus ihrer Filiale beklagen, doch eigentlich bedürfen sie eines Vollsortimenters als Nahversorger. Für Mitarbeiter mag der harte Schnitt, der das Ende für 2.200 Filialen der insgesamt 5.400 Schlecker-Markte bedeutet, erst schmerzlich sein. Perspektivisch ist er eine Erlösung: Denn (gute) Verkäufer sucht der Einzelhandel, in dessen Reihen sich auch Arbeitgeber finden, die akzeptabel bis lobenswert mit ihrem Personal umgehen.</p>
<p align="left">Zu viele Fehler des Managements führten bei Schlecker zum Unvermeidlichen: mieses Image, ausuferndes Filialnetz, wirre Sortimente, schreckliche Ladengestaltungen, fragwürdige Preispolitik mit Lockangeboten als Erziehung zur Untreue sowie die zwischenzeitlich komplett eingestellte Printwerbung. Alles dies gehört zur Mängelliste mit einer verheerenden Wirkkraft. „Die Kunden entscheiden, was sie mehr erfreut“, sagte dm-Chef Erich Harsch noch Anfang 2011 eher zurückhaltend im absatzwirtschaft-<a title="Erich harsch" href="http://www.absatzwirtschaft.de/content/marketingstrategie/news/_b=73611,_p=1003002,_t=fthighlight,highlightkey=Erich+Harsch" target="_blank">Interview </a>zu den sehr gegensätzlichen Konzepten. Freude am Einkauf – die kam bei Schlecker kaum auf.</p>
<p align="left"><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/04/kundenmagazin_konzern_606.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4117" title="kundenmagazin_konzern_606" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/04/kundenmagazin_konzern_606-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></a>PS:  Nur gut, dass kein Euro öffentlicher Mittel zur Rettung bereitgestellt wird. (Für diese Aussage musste ich an anderer Stelle zwar schon die Kritik gefallen lassen, so denke ich nur, weil es &#8220;nur&#8221; um Frauenarbeitsplätze gehe, was ich aber mit einem &#8220;Papperlapapp!&#8221; wegwischte, denn ich war schon gegen die von Bundeskanzler Schröder seinerzeit aus Wahltaktik initiierten Millionen für den maroden Baukonzern <a title="holzmannn" href="http://www.focus.de/finanzen/news/tid-13685/firmenpleiten-holzmann-erst-schroeders-rettung-dann-der-konkurs_aid_381365.html" target="_blank">Holzmann</a>, die den 3.000 Mitarbeitern auch nicht geholfen haben.</p>
<p align="left">PPS: Der Unterschied zwischen dm und Schlecker zeigt sich nicht nur im Ansehen der Unternehmen, sondern auch dem der Unternehmer. Laut relativ aktueller<a title="forsa-umfrage" href="http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/anton-schlecker-unbeliebtester-unternehmer-1.2755192" target="_blank"> Forsa-Umfrage </a>ist dm-Gründer Götz W. Werner für <strong>87</strong> Prozent der Deutschen ein Inbegriff des idealen Unternehmers. Anton Schlecker erhielt in dieser Befragung <strong>vier </strong>Prozent.</p>
<p align="left">PPPS: Denk&#8217; ich an Schlecker in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht &#8211; und zwar was seinen Gründer grundsätzlich angeht. Hier das schlechte Abschneiden in der öffentlichen Meinung (siehe PPS). Dort überlieferte Horrorgeschichten über sein Auftreten (mir am besten in Erinnerung: Sein &#8220;More Drama!&#8221;-Auftritt in einer Betriebsratssitzung vom 14. Mai 2009, in dessen Schilderung die <a title="anton schlecker" href="http://www.wiwo.de/suche/?p4516096=23&amp;sw=Anton+Schlecker" target="_blank">Wirtschaftswoche </a>ihn unverschämterweise als &#8220;Phantom&#8221; durchs Bild geistern lässt, um ihn dann wirsch die sieben Arbeitnehmer-Vertreterinnen anraunzen zu lassen: &#8220;Ich muss Ihnen schon mal was sagen, es schaut hier sehr unprofessionell aus.&#8221; Und dann kurze Zeit später mit Schmackes an die Betriebsratsvorsitzende nachzuschieben: &#8220;Sie sind eine blöde Kuh.&#8221; Wenn so eine intime Begegnung dann auch noch überall lesbar und ungestraft verbreitet wird, gratuliere ich herzlich: Treffer, selbst versenkt.</p>
<p align="left"><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/04/neue_grundsaetze_konzern2011.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4118" title="neue_grundsaetze_konzern2011" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/04/neue_grundsaetze_konzern2011.jpg" alt="" width="336" height="442" /></a></p>
<p align="left">PPPPS: Leider kann ich mir nicht helfen, werde ich doch durch diese Zerstörung eines Lebenswerks immerfort an den Niedergang des Pharmaindustriellen Adolf <a title="merckle" href="http://www.welt.de/wirtschaft/article2978854/Adolf-Merckle-begeht-Selbstmord.html" target="_blank">Merckle </a>erinnert. Nur war sein Firmenimperium in Notlage geraten, weil der 74-Jährige sich mit <a title="VW-Aktien" href="http://www.wallstreet-online.de/aktien/volkswagen-aktie" target="_blank">VW-Aktien </a>verspekuliert hatte. Woraufhin der Milliardär im Januar 2009 nahe seiner Heimatstadt Blaubeuren bei <a title="ulm" href="http://www.ulm.de/" target="_blank">Ulm </a>an der Bahnstrecke nach seinem Selbstmord gefunden wurde. So viel Verzeifelung hat niemand verdient.</p>
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		<title>Das Lächeln des René</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 16:54:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das klingt erstaunlich lustig: Ausgerechnet Telekom-Chef René Obermann wundert sich, dass beim Bezahlfernsehen &#8220;alle mit dem Monopol zufrieden sind&#8221; und bläst zur Attacke im Kampf um Kabel- und Satellitenübertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga. Dabei muss er wohl selbst lächeln. Wobei er hinter &#8230; <a href="http://garbersgazette.de/2012/03/28/das-lacheln-des-rene/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das klingt erstaunlich lustig:</strong> Ausgerechnet Telekom-Chef René Obermann wundert sich, dass beim Bezahlfernsehen &#8220;alle mit dem Monopol zufrieden sind&#8221; und bläst zur Attacke im Kampf um Kabel- und Satellitenübertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga. Dabei muss er wohl selbst lächeln. Wobei er hinter dem freundlichen Gesichtsausdruck allerdings gerne seine todernsten Angriffsabsichten verstecke, deuten die offensichtlich zu viele Thriller schauenden &#8220;Profiler&#8221; unter den Medienbeobachtern.</p>
<p><span id="more-4093"></span></p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Rene-Obermann.jpg"><img class="size-medium wp-image-4094 alignleft" title="Pressebild/Press photo RenÃ© Obermann, Vorstandvorsitzender/CEO Deutsche Telekom AG" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Rene-Obermann-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Frappierend ist der Vorgang vom Wochenbeginn allemal, weil der Manager des ehemaligen Monoliths mit Wurzeln in der altehrwürdigen Deutschen Bundespost sich doch besser nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen sollte mit seiner Klage über die marktbeherrschende Stellung von potenziellen Konkurrenten. Wie lange haben wir gelitten unter dem purpurnen T, das trotz poppigem Magenta ja auch etwas an ein Kreuz erinnert. Ein Kreuz, das wir zu tragen haben. Denn bis heute erinnern wir uns nur allzu gut an nicht die enden wollenden Warteschleifen. An unsere Verzweiflung, die in Ohnmacht mündete. Wir von der Telekom geschädigten, nahezu nervlich geschundenen und irgendwann nur noch teilnahmslosen &#8220;Teilnehmer&#8221;. Aus der Hotline-Ansage &#8220;Guten Tag und willkommen beim Kundenservice der Deutschen Telekom&#8221; hörten die Erfahrenen unter uns heraus: Dies ist der Beginn eines Martyriums durch manisch fröhliche Musik, durch ein zermürbendes Menü-Labyrinth und durch eine sich immer wieder ins Ohr brennende Klangmarke (&#8220;Dingel-dingel-ding!&#8221;). Als gerechte Strafe ergriffen millionenfach Kunden die Massenflucht.</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/entertain_sat_03.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4095" title="Entertain ueber Satellit, August 2011" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/entertain_sat_03-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor diesem Hintergrund ist der Vorstoß des Ex-Monopolisten auch einzuordnen, erlebt er doch seit Jahren eine Erosion seiner Marktanteile im klassischen Festnetzgeschäft und einen Absturz der Margen im Mobilfunk. &#8220;Entertainment&#8221; (im Bild: &#8220;Entertain Sat&#8221;; alle Fotos: Unternehmenswebsite) gilt für den dazu passend lächelnden René Obermann also als Schlüssel für eine Fahrt in eine bessere Zukunft. Die Bonner streben nach Marktführerschaft im Bezahlfernsehen und im Bereitstellen von Internetdiensten. Dafür hatte der Telekom-Chef zuletzt während der Computermesse Cebit &#8220;das Kaufhaus der Zukunft in digitaler Form“ in Aussicht gestellt, in dem Kunden Anwendungen für Smartphones und Tablet-PCs kaufen. Oder Musik, Videos und Fotos verwalten können. Die Telekom sei auf dem Weg zum „Weltmarktführer für vernetztes Leben und Arbeiten“, schob Obermann jetzt sogar nach. Dafür will er Menschen einen Zugriff bieten auf alles, was sie wollen und wo immer sie wollen.</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Entertain_Mediareveiver_303_Studio_2_011.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4097" title="Entertain_Mediareveiver_303_Studio_2_01" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Entertain_Mediareveiver_303_Studio_2_011-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Ein mega-schnelles Netz muss dafür aber noch aufgebaut werden, weshalb der Konzern in den kommenden Jahren einige Milliarden als Glasfaserkabel in der Erde verbuddeln will. Allein der Anschluss einer Wohnung soll zwischen 1.000 und 1.500 Euro kosten. Pro Jahr 200.000 Wohneinheiten will die Telekom erschließen. Wie viel Dienste von wie vielen Kunden genutzt werden müssen, um diese Investitionen zu refinanzieren, darf sich bitte jeder selbst ausrechnen. Dabei aber nicht die kilometerlangen Straßenbaustellen vergessen!</p>
<p>Das größte Telekommunikationsunternehmen Europas  setzt dazu auf strategische Partner wie soeben auf die Deutsche Annington, größtes deutsches Immobilienunternehmen. Dessen Mieter sollen schon bald verdrahtet sein &#8211; zunächst 42 000 Wohnungen in NRW in den kommenden zwei Jahren. Danach gibt es den Zugang zum Glasfasernetz für weitere 120 000 Annington-Wohnungen im Bundesgebiet. Auch andere Firmen der Wohnungswirtschaft oder Stadtwerke bezirzt Obermann (vermutlich lächelnd). Der Hebel scheint clever angesetzt. Doch Kabelnetzbetreiber wie Unitymedia werden sich zu wehren wissen. Vielleicht sogar mit einem besseren Service und sinkenden Preisen, worauf sich Kunden womöglich schon jetzt freuen können. Im Mobilfunkmarkt haben wir es zuletzt erlebt.</p>
<p>Das andere Angriffsopfer der Obermannschen Charme-Offensive, der Pay-TV-Sender Sky (vormals Premiere), hat beim zurückhaltenden deutschen Zuschauer lange genug gebraucht, um halbwegs auf einen grünen Zweig zu kommen. Chef Brian Sullivan hat mit seinem Team im vergangenen Jahr bei den Abonnenten die Drei-Millionen-Marke geknackt und hofft erst für 2013 auf operativ schwarze Zahlen. Ob das hierzulande schwierige Geschäft dazu verleitet, freiwillig auf den Deal zu verzichten?</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/FCB.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4098" title="FC Bayern Teamfotos" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/FCB-300x172.jpg" alt="" width="300" height="172" /></a></p>
<p>Die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga als Türöffner zu sehen, scheint aus Sicht der Telekom zwar gar nicht so dumm zu sein. Das setzt aber voraus, dass eine Vergabe an die Telekom nicht rechtswidrig ist. Wettbewerbsexperte Franz Jürgen Säcker hat jedoch schon Bedenken geäußert und die Telekom als &#8220;nicht rundfunkfähig&#8221; eingestuft: Der Konzern sei zu insgesamt 31,7 Prozent in Staatsbesitz. Das Grundgesetz verbiete jedoch Verflechtungen zwischen Staat und Rundfunkveranstaltern. Schon jetzt lässt die Telekom die Sendungen für &#8220;Liga Total&#8221; deshalb von Constantin Medien aufbereiten.</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Dach-Zentrale-Flagge-1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4099" title="Dach-Zentrale-Flagge-1" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Dach-Zentrale-Flagge-1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Bis Mai sollen die Kabel- und Satellitenrechte für die Jahre 2013 bis 2017 vergeben sein. Die hält bisher noch der Sender Sky. Die Lizenzen der Deutschen Fußballliga (DFL) werden auf einen Wert von jährlich mehr als 400 Millionen Euro beziffert. Auch hier steht also vor dem großen Geldverdienen das gigantische Geldausgeben. Für die Bundesliga-Übertragung hat die Telekom bis jetzt nur eine Lizenz fürs Internet. Ihren dafür entwickelten und vom FC Bayern München &#8211; auch bekannt aus der &#8220;Abteilung Attacke&#8221; (Uli Hoeneß!) &#8211; unter anderem auf den Profi-Trikots aggressiv beworbenen IPTV-Sender &#8221;Liga-Total&#8221; sollen etwa 160 000 Kunden abrufen. Zur Profitabilität ist damit selbstverständlich noch gar nichts gesagt. &#8220;Immer nur lächeln&#8221; hilft da nichts. Obwohl &#8211; wenn&#8217;s nebenbei wenigstens schön klingt. Kostprobe mit dem klangvollen Konzernchef beim Telekom-Betriebsfest gefällig? Bitteschön:</p>
<p><iframe width="500" height="369" src="http://www.youtube.com/embed/jPzfeavOv5w" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Wasser zum Preis von Benzin und Bier</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 15:45:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Immerhin jeder fünfte Deutsche weiß, dass ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln hilft, Wasser zu sparen. Doch fast acht von zehn unterschätzen den Verbrauch etwa bei der Fleischherstellung. Das hat die aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des &#8220;Wissenschaftsjahrs Zukunftsprojekt Erde&#8221; zum gestrigen &#8230; <a href="http://garbersgazette.de/2012/03/23/wasser-zum-preis-von-benzin-und-bier/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="@p468852-@l0-abstract"><strong>Immerhin jeder fünfte Deutsche weiß,</strong> dass ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln hilft, Wasser zu sparen. Doch fast acht von zehn unterschätzen den Verbrauch etwa bei der Fleischherstellung. Das hat die aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des &#8220;Wissenschaftsjahrs Zukunftsprojekt Erde&#8221; zum gestrigen &#8220;Weltwassertag&#8221; ergeben. Es fehlt an Aufklärung und Ressourcen. Wieder einmal. Erstaunlich? Nur zum Teil. Denn bei schon bald neun Milliarden Menschen geht eben ganz schön was durch.</p>
<p><span id="more-4075"></span></p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/iCMS_zoom_K7_2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4082" title="iCMS_zoom_K7_2" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/iCMS_zoom_K7_2-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Eine Möglichkeit des sparsamen Wasserverbrauchs, das scheint vielen Befragten klar zu sein, ist unter anderem weniger Fleisch zu essen. Über den tatsächlichen Wasserverbrauch bei der Fleischherstellung herrsche jedoch offensichtlich eine große Unklarheit: Rund drei Viertel haben den wahren Bedarf unterschätzt. Viele Befragte wünschen sich daher, besser über das Wasser, das in einzelnen Produkten steckt, aufgeklärt zu werden. So viel steht fest: Die <a title="bvdf" href="http://www.bvdf.de/" target="_blank">Fleischindustrie</a> wird sich dafür sicher nicht selbst das Wasser abgraben.</p>
<p id="@p468852-@l0-text">Der <a title="weltwassertag" href="http://www.bmu.de/binnengewaesser/gewaesserschutzpolitik/international/doc/38514.php" target="_blank">Weltwassertag</a> hat diesmal die Diskussion zu „Wasser und Nahrungssicherheit“ in Fluss gebracht. Und bewusst gemacht, dass der Bedarf an Wasser und Lebensmitteln durch das Bevölkerungswachstum und die Urbanisierung weltweit steigen wird. Die drohende Lücke zwischen verfügbaren Wasserressourcen und Wasserbedarf verschärfe die Lage in wasserärmeren Regionen, in denen Menschen eh&#8217; schon (ver-)dursten. Dies sei ein globales Problem, denn den Löwenanteil des Wasserverbrauchs bilde mittlerweile das sogenannte &#8220;virtuelle Wasser&#8221;. Wie bitte? Welche Blubberblase hat sich diesen Begriff denn schon wieder einfallen lassen? Immerhin sprudelt gleich die Antwort hinterher:</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/bd75_titel_02.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4081" title="bd75_titel_02" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/bd75_titel_02-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>„<a title="v-wasser" href="http://virtuelles-wasser.de/" target="_blank">Virtuelles Wasser</a> gibt das Wasser an, das während der gesamten Produktionskette benötigt wird, bis ein Produkt beim Verbraucher landet“, erklärt Professor Dietrich Borchardt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung mit passenden Kürzel <a title="UFZ" href="http://www.ufz.de/" target="_blank">UFZ</a>, welches die schwierigen Lage seufzend wiedergibt. Rechne man das virtuelle Wasser zum durchschnittlichen Wasserverbrauch von täglich knapp 130 Litern pro Person in Deutschland dazu, nutzt jeder Deutsche mittlerweile 4.000 Liter Wasser am Tag. Und das, obwohl die Deutschen als Weltmeister im Wassersparen gelten. Die Wassermenge, die die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch tatsächlich benötigt, beziffern die 75 Prozent der Befragten deutlich niedriger als die 15.000 Liter, die für die Futtermittel und Schlachtung der Tiere sowie die wasserintensiven Reinigungsprozesse in der <a title="bve" href="http://www.bve-online.de/index.html" target="_blank">Lebensmittelindustrie</a> tatsächlich gebraucht werden. Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich eine Informationskampagne, um besser aufgeklärt zu werden. Dietrich Borchardt rät, stärker darauf zu achten, ob Lebensmittel benötigt werden, denn jeder Deutsche werfe pro Jahr 82 Kilo Lebensmittel in den Müll: „Mit jedem Apfel, den ich wegwerfe, spüle ich 70 Liter Wasser in die Tonne.“</p>
<p>Energie-, Nahrungs- und Wassersicherheit gehören zusammen, mahnen die Forscher. Denn wer etwa seinen Warmwasserverbrauch drossele, spare auch Energie. Im <a title="zukunftsprojekt" href="http://www.zukunftsprojekt-erde.de/" target="_blank">Wissenschaftsjahr 2012</a> stellen die Initiatoren berechtigt drei Fragen: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Wie können wir unsere Umwelt bewahren? Das Bundesforschungsministerum fördert zudem das <a title="forschungsprojekt" href="www.fona.de" target="_blank">Projekt</a> &#8220;Nachhaltiges<a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/iCMS_zoom_Eurostyle_Cosmopolitan_12.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4085" title="iCMS_zoom_Eurostyle_Cosmopolitan_1" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/iCMS_zoom_Eurostyle_Cosmopolitan_12-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> Wassermanagement&#8221; zur Entwicklung innovativer Verfahren, Systeme und Technik. Andernfalls müssen wir vielleicht bald mit Wasserpreisen rechnen, die an die aktuellen Benzinpreise heranreichen. Wundern würde es mich nicht. Die Knappheit der Mittel mutet mittlerweile wie allgegenwärtig an: Dort fehlt ganzen Ländern das nötige Geld, hier mangelt es an Fachkräften, am Nachwuchs sowie an jungen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt, Arbeitsplätze sind überall zu wenige da, global gehen die Energiereserven für fossile Brennstoffe so gut wie zur Neige, und leider leidet die Mehrheit der  Menschheit schon lange an einem Vakuum aus Liebe und Frieden. Ein Krieg für die Ohren steht uns aber erst noch ins Haus, wenn durstig grölende Männer zu Schlagermusik loslegen (und sage hinterher bloß keiner, er habe nie gedacht, dass so etwas auf deutschem Boden möglich ist &#8211; mein nachfolgendes Exempel als Warnung schreckt hoffentlich wach):</p>
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		<title>Deutsche Bank komponiert Marketing-Meisterwerk</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 13:56:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Hände weg vom Acker, Mann!&#8221; - Die so betitelte E-Mail-Aktion von &#8220;Foodwatch&#8221; richtete sich als Appell an den noch amtierenden Chef der Deutschen Bank, die Spekulationen mit Lebensmitteln zu stoppen. Zwar hatte das Geldinstitut daraufhin erst angekündigt, in diesem Jahr &#8230; <a href="http://garbersgazette.de/2012/03/21/marketing-meisterwerk-neuer-name-fur-deutsche-bank/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Hände weg vom Acker, Mann!&#8221; </strong>- Die so betitelte E-Mail-Aktion von &#8220;Foodwatch&#8221; richtete sich als Appell an den noch amtierenden Chef der Deutschen Bank, die Spekulationen mit Lebensmitteln zu stoppen. Zwar hatte das Geldinstitut daraufhin erst angekündigt, in diesem Jahr „keine neuen börsengehandelten Anlageprodukte auf der Basis von Grundnahrungsmitteln“ aufzulegen. Doch jetzt stehen Josef Ackermann und seine Vorstandskollegen wieder am Pranger. Zum Aufbau der angegriffenen Psyche (Burn-out?) bauen die gebeutelten Banker heimlich einen Goldspeicher, um künftig in Edelmetall zu baden (Work-out?). Das Unternehmen sollte am besten mal mit neuer Führung und neuem Namen ganz von vorne anfangen.</p>
<p><span id="more-4041"></span></p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/20120202_deutsche-bank-jahres-pressekonferenz-2012-vorab_019_foto_mario-andreya.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4042" title="20120202_deutsche-bank-jahres-pressekonferenz-2012-vorab_019_foto_mario-andreya" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/20120202_deutsche-bank-jahres-pressekonferenz-2012-vorab_019_foto_mario-andreya-300x200.jpg" alt="" width="200" height="156" /></a>Denn aus selbst erzeugten Negativschlagzeilen kommt die Deutsche Bank einfach nicht mehr raus. Zur Erinnerung: Der Kommunikationssupergau begann, als der ehemalige Vorstandsvorsitzende <a title="koppe" href="http://www.spiegel.de/thema/hilmar_kopper/" target="_blank">Hilmar Kopper </a>den 50-Millionen-Mark-Schaden, den die Pleite des Baulöwen <a title="jürgen schneider" href="http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/im-gespraech-bauloewe-juergen-schneider-zu-entschuldigen-ist-das-gar-nicht-1812843.html" target="_blank">Jürgen Schneider </a>zahlreichen Handwerkern zufügte, als &#8220;Peanuts&#8221; bezeichnete. Danach war das Symbolbild für die &#8220;Arroganz der Mächtigen&#8221; mit Nachfolger <a title="mm" href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,285044,00.html" target="_blank">Josef Ackermann </a>um die Welt gegangen: &#8220;Die Zähne gebleckt, die Finger zum V ausgestreckt&#8221;, reimte das Manager Magazin, so war der bekannte Manager vor Beginn des Mannesmann-Prozesses siegessicher vor den Kameras in Pose gegangen. Gewürzt hatte der beleidigte Oberbanker seinen Auftritt mit dieser Aussage über Deutschland: &#8220;Das ist das einzige Land, wo diejenigen, die erfolgreich sind und Werte schaffen, deswegen vor Gericht stehen.&#8221; Au, Backe!</p>
<p>Sympathen, die solche Sachen sagen und für ein in der Öffentlichkeit mittlerweile derart unbeliebtes Unternehmen stehen, könnten meines Erachtens sogar dem sonst soliden Mittelstand aller Bundesländer in internationalen Geschäften schaden. <a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/DB_Mumbai.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4043" title="DB_Mumbai" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/DB_Mumbai-300x263.jpg" alt="" width="300" height="263" /></a>Denn wenn die DEUTSCHE Bank andernorts das Image aufbaut und zementiert, dass Gier und Gleichgültigkeit als wesentlicher Wesenszug die Entscheider aus unseren Landen treibt, dann &#8220;Prost, Mahlzeit!&#8221;. Zumal die Hoffnung, in der Frankfurter Zentrale wehe künftig nach dem Wechsel im Vorstand ein neuer Wind, schon wieder zum lauen Lüftchen verkommt. Denn über den neuen Co-Chef aus Indien (im Bild: Deutsche Bank in Mumbai; alle Fotos: DB), wo immerhin auch der liebe <a title="gandhi" href="http://www.google.de/search?q=Gandhi&amp;hl=de&amp;rls=com.microsoft:de&amp;prmd=imvns&amp;tbm=isch&amp;tbo=u&amp;source=univ&amp;sa=X&amp;ei=6NZpT4i3L9DLsgbb9-3tBw&amp;ved=0CE0QsAQ&amp;biw=1280&amp;bih=861" target="_blank">Gandhi </a>wirkte, hetzte das Handelsblatt schon am vergangenen Montag in der Schlagzeile auf der Titelseite: &#8220;Die riskanten Machtspiele des Anshu Jain&#8221; &#8211; ihm gehe Macht vor Sicherheit.</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/DB_Handelsraum8.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4044" title="DB_Handelsraum8" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/DB_Handelsraum8-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a>Vielleicht wäre es wirklich besser mit einer komplett neuen Führungsmannschaft ganz von vorne anzufangen. Der völlig unbescholtene deutsche Finanzunternehmer <a title="maschmeyer" href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,821823,00.html" target="_blank">Carsten Maschmeyer </a>hätte glaube ich Zeit, wenn ihn Veronica Ferres aus Ermangelung an geeigneten Schauspielrollen nicht zu sehr in Beschlag nimmt. Auch <a title="anton schlecker" href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche-bewundern-Fehrenbach-article5777616.html" target="_blank">Anton Schlecker </a>wäre derzeit fast frei. Der neue Name der Deutschen Bank müsste gleichzeitig international und unverdächtig klingen &#8211; wie wäre es mit &#8220;BENEFIT Bank&#8221;? Finger weg, Fitschen! Die Namensrechte sind hiermit auf meinen Namen angemeldet! Das neue Logo, logo: V &#8211; wie Victory.</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Banner-Ackermann_422_startseite_ger.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4045" title="Banner-Ackermann_422_startseite_ger" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Banner-Ackermann_422_startseite_ger.jpg" alt="" width="448" height="248" /></a></p>
<p>Zurück zum Ausgangspunkt des aktuellen Skandals: Die Bank hatte zunächst auf die Kritik der Verbraucherschutz- und Lebensmittelüberwachungsorganisation &#8220;<a title="foodwatch" href="http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/nahrungsmittel_spekulation/aktuelle_nachrichten/20032012/index_ger.html" target="_blank">Foodwatch</a>&#8221; an der Spekulation mit Agrar-Rohstoffen regiert, die die Preise steigen lassen und Menschen in den Hunger treiben. Die Ankündigung sei aber alles andere als eine Abkehr vom folgenschweren Geschäft mit hochspekulativen Wetten auf Nahrungsmittelpreise, legt Foodwatch jetzt nach. &#8220;Die Augenwischerei der Deutschen Bank&#8221;, gerät damit erneut in die Schlagzeilen. Nur glänzen wolle die Bank als falscher Fuffziger mit ihrem Nachhaltigkeitsbericht, in dem das Institut in Aussicht stellt, sich künftig bei Spekulationen mit Nahrungsmittel-Rohstoffen zurückzuhalten. Die Verbraucherorganisation erkennt darin aber &#8220;eine nur halbherzige Entscheidung&#8221;. Denn die Deutsche Bank verzichte nur auf neue börsengehandelte Anlageprodukte &#8211; die bestehenden Produkte würden fortgeführt und verschärften weiterhin die <a title="hungerkrise" href="http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.n24.de/media/_fotos/1politik/2008_2/oktober_8/081014/hunger1_dpa_gr.jpg&amp;imgrefurl=http://www.n24.de/news/newsitem_3981691.html&amp;usg=__a06w3AZCnD9c-OzzHEjYe-6yedo=&amp;h=358&amp;w=476&amp;sz=110&amp;hl=de&amp;start=0&amp;zoom=1&amp;tbnid=WXi87H_AXizFeM:&amp;tbnh=148&amp;tbnw=197&amp;ei=vtBpT538LIjfsgb4vYyaCA&amp;prev=/search%3Fq%3DHungerkrise%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DN%26rls%3Dcom.microsoft:de%26biw%3D1280%26bih%3D861%26tbm%3Disch&amp;um=1&amp;itbs=1&amp;iact=hc&amp;vpx=428&amp;vpy=190&amp;dur=107&amp;hovh=195&amp;hovw=259&amp;tx=134&amp;ty=105&amp;sig=111298305338221550961&amp;page=1&amp;ndsp=20&amp;ved=1t:429,r:1,s:0" target="_blank">Hungerkrise </a>in der Welt. Hier der dramatisch inszenierte Film zum Protest:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/wtgRO1RrxKg" frameborder="0" width="500" height="284"></iframe></p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/1_Blick_auf_die_Tuerme_und_den_neuen_Eingang.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4046" title="1_Blick_auf_die_Tuerme_und_den_neuen_Eingang" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/1_Blick_auf_die_Tuerme_und_den_neuen_Eingang-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der Report sei ein &#8220;Meisterwerk des Marketings, der Public Relations und der Augenwischerei&#8221;, kritisiert die &#8220;Financial Times Deutschland&#8221;. In den USA und Europa werde<a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Werbung_Wuensche_werden_Wirklichkeit_19592.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-4050" title="Werbung_Wuensche_werden_Wirklichkeit_1959" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Werbung_Wuensche_werden_Wirklichkeit_19592.jpg" alt="" width="213" height="448" /></a> gegen die Bank wegen möglicher Manipulationen der Interbanken-Zinssätze ermittelt, berichtet parallel das &#8220;Handelsblatt&#8221;. Es gehe um mögliche illegale Absprachen des Libor- und des Euribor-Zinssatzes, an denen die DB beteiligt gewesen sein soll. Und das &#8220;Wall Street Journal&#8221; (WSJ) widmet sich den erstmals von der Deutschen Bank präsentierten rechtlichen Risiken, die die Bank auf insgesamt drei Milliarden Euro taxiere, was nach Einschätzung einiger Analysten wohl zu wenig ist. Unverschämterweise sogar auch mit dem teuren Ausscheiden von Hugo Bänziger und Herrmann-Josef Lamberti aus dem Vorstand beschäftigen sich lästige WSJ-Journalisten, die zwar seltsamerweise einräumen, um Vorstände loszuwerden, seien immer &#8220;<a title="dicke kirschen" href="http://www.absatzwirtschaft-shop.de/absatzwirtschaft/einzelhefte/absatzwirtschaft-ausgabe-maerz-2011/40030" target="_blank">große Kirschen</a>&#8221; vonnöten, allerdings erhalte das Duo so viel Geld, &#8220;dass es für die Aktionäre beinahe günstiger wäre, die beiden blieben bei der Bank an Bord&#8221;. Also wieder ein Volltreffer in puncto miese Imagepflege.</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Dago03_glatze_prasseln.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4047" title="Dago03_glatze_prasseln" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/Dago03_glatze_prasseln.jpg" alt="" width="336" height="441" /></a>Die Häme sicher auf ihre Seite schafft sich die Deutsche Bank zudem mit ihrem neuen Vorstoß, bei dem sie &#8220;auf den Spuren von <a title="dagobert" href="http://www.duckipedia.de/index.php5?title=Dagobert_Duck" target="_blank">Dagobert Duck</a>&#8221; wandelt, wie es vorab heißt. Denn in London will das Geldhaus einen eigenen Goldspeicher bauen und damit das lukrative Geschäft mit physischen Edelmetallen ausbauen. Der Standort sei streng geheim. Dem Vernehmen nach ist nur soviel bekannt: Diese Tresore müssen aus Sicherheitsgründen unterirdisch angelegt  sein und innerhalb des Autobahnrings M25 liegen. Das minimiert die Transportkosten. Nach Schätzungen der Großbank HSBC sollen bis zu 10.000 Tonnen Gold im Großraum London lagern.</p>
<p>Da stelle ich mir doch gleich Ackermanns Jupp vor &#8211; in Schwimmflügelchen mit Deutsche-Bank-Logo auf dem Rücken locker kraulend durch Barren und Dukaten mit dem aufmunternden Ausruf an seinen schüchtern am Rand stehenden Kollegen Jain: &#8220;Anshu, Arschbombe!&#8221;</p>
<p>Doch obwohl die Repräsentanten der Deutschen Bank so nachhaltig am Image als Kotzbrocken schrauben und weiter feilen, scheint ihre Innensicht als arme Selbstbetrüger völlig verklärt. Wundersamerweise wie ein sportliches, modernes, hippes und freundschaftlich-freundliches Crazy-Fun-House kommt die eigene Werbung daher:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/A_D3k46rARY" frameborder="0" width="500" height="369"></iframe></p>
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		<title>Revolution im Dampftrockner</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 09:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t.garber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für Innovatives stehen die Fraunhofer-Forscher nach meiner Wahrnehmung schon lange. Geradezu revolutionär hört sich an, was jetzt das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) entwickelt hat, wofür man den Wissenschaftlern glatt den sperrigen Namen ihrer Institution verzeihen möchte. Statt Lebensmittel &#8230; <a href="http://garbersgazette.de/2012/03/13/revolution-im-dampftrockner/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für Innovatives stehen die Fraunhofer-Forscher</strong> nach meiner Wahrnehmung schon lange. Geradezu revolutionär hört sich an, was jetzt das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) entwickelt hat, wofür man den Wissenschaftlern glatt den sperrigen Namen ihrer Institution verzeihen möchte.</p>
<p><span id="more-4035"></span></p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/newsimage165147.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4036" title="newsimage165147" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/newsimage165147-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Statt Lebensmittel wie bislang in großen Anlagen mit Heißluft zu trocknen, haben die Forscher ein Verfahren mit überhitztem Wasserdampf entwickelt, die mit Atmosphärendruck arbeitet und dabei den Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent sowie die Trockenzeit um bis zu 80 Prozent senkt. Alle Achtung! Bekanntlich muss für die Herstellung von <a title="test" href="http://www.testberichte.de/testsieger/level3_suesses_knabbereien_trockenfruechte_958.html#desc" target="_blank">Trockenobst</a>, <a title="chipsrezepte" href="http://www.chefkoch.de/rs/s0/kartoffelchips/Rezepte.html" target="_blank">Kartoffelchips</a>, <a title="instant-patent" href="http://www.patent-de.com/20051215/DE102004024680A1.html" target="_blank">Instantprodukten </a>und Trockenfutter den Nahrungsmitteln Wasser entzogen werden. Im bisher üblichen Prozess wird viel Energie verbraucht. Allein die Trocknung könne bis zu 90 Prozent der gesamten für die Lebensmittelproduktion aufzuwendenden Energie verschlingen, bemängelt das <a title="igb" href="http://www.igb.fraunhofer.de/" target="_blank">IGB</a>. Alternativ haben die Forschedr eine kontinuierliche Anlage entwickelt, die überhitzten Wasserdampf nutzt und nur die Hälfte an Energie benötigt. Denn in der Anlage können die Lebensmittel schneller erhitzt und getrocknet werden als mit dem Heißluft-Verfahren. Zudem werden die Produkte geschont und einer Bräunung der Lebensmittel durch &#8220;enzymatische Reaktionen&#8221; vorgebeugt.</p>
<p>Im Innern der Trocknungsanlage wird das Trockengut dem überhitztem Wasserdampf mit einer Temperatur von 120 bis 250 Grad ausgesetzt. &#8220;Das Gut erhitzt sich und gibt Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf ab. In diesem überhitzten Zustand ist der Heißdampf nahezu trocken und kann große Mengen Wasserdampf aufnehmen&#8221;, sagt der verantwortliche IGB-Gruppenleiter, der die Anlage mit seinem Team <a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/1301068191633.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-4037" title="1301068191633" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/1301068191633.jpg" alt="" width="95" height="120" /></a>entwickelt hat und auf den wunderschönen Namen &#8211; Trommelwirbel: &#8211; Sukhanes Laopeamthong hört (hier unscheinbar schwarz-weiß im Bild). Er schwört, die abgegebene Verdampfungswärme werde dem überhitzten Dampf über einen Kreislauf wieder zugeführt, wodurch 90 Prozent der zugeführten Energie zurückgewonnen werde und die Temperaturen innerhalb der Anlage konstant blieben.</p>
<p>Der Clou der Anlage liege im Detail: Sie sei so konstruiert, dass der Trockenraum nach oben geschlossen, aber nach unten offen gestaltet sei. Dadurch könne die Anlage bei Atmosphärendruck arbeiten - Schleusen und Absperrungen seien nicht notwendig. Zudem könne die Art der Fördertechnik frei gewählt werden: ob Schwing-, Band-, Schneckenförderer oder Trommel. Überhitzter Dampf sei leichter als Luft und dränge diese nach unten. Überschüssiger Wasserdampf aus der Trocknungskammer sinke aufgrund der höheren Dichte in den unteren Teil ab und werde kondensiert. Flüchtige Inhaltsstoffe wie ätherische Öle könnten dabei für eine weitere Verwendung abgetrennt werden. Ein Nachströmen der Umgebungsluft werde durch die so genannten Dampfhaut der Anlage verhindert. Die Dampfatmosphäre und die hohen Temperaturen würde zusätzlich dafür sorgen, dass die Lebensmittel hygienisiert werden.</p>
<p>Die Trocknungsanlage biete eine Verdampfungsleistung von etwa 50 Kilogramm pro Stunde. Der kompakte Trockner entspreche den Standards der Lebensmittelindustrie und sei mit nur geringen Investitionskosten umsetzbar. Die Fraunhofer-Anlage stehe für Partner aus der Industrie zur Ansicht und zum Ausprobieren bereit. Sie könnten die Trocknung verschiedener Lebensmittel untersuchen. Ein Modell des Trockners und getrocknete Lebensmittel wie Apfelringe (nicht die an Ihren Hüften), Kartoffelchips (für die Hüften) und Holunderbeeren (ohne Alkohol) will das Fraunhofer IGB auf der Messe &#8220;Anuga FoodTec&#8221; in Halle 05.1 am Stand B031/C030 vom 27. bis 30. März in Köln vorstellen.</p>
<p>Anuga FoodTec? Nein, dass ist nicht die Lebensmittelmesse, wo ab mittags an den Bierbrauerständen alle komplett knülle sind. Sondern das ist die Leistungsschau, auf der Maschinenbauer der Hausfrau zur Einhaltung der Hygiene für die heimische Küche eine Roboterstraße empfehlen, wie hier zu sehen ist:</p>
<p><iframe width="500" height="369" src="http://www.youtube.com/embed/lD6aqpNtYUc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Vollmundig made in GDR</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 15:58:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Über die DDR ist schon vieles gesagt, geschrieben, gesendet worden. Vor allem viel Quatsch. Gleichwohl oder gerade deswegen müssen hier zur rechten Zeit noch mal Erinnerungen aufglimmen, hat diese &#8220;Nation auf Zeit&#8221; uns doch funkelnde Nuggets der Zeitgeschichte vermacht &#8211; auf &#8230; <a href="http://garbersgazette.de/2012/03/07/vollmundig-made-in-gdr/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über die DDR</strong> ist schon vieles gesagt, geschrieben, gesendet worden. Vor allem viel Quatsch. Gleichwohl oder gerade deswegen müssen hier zur rechten Zeit noch mal Erinnerungen aufglimmen, hat diese &#8220;Nation auf Zeit&#8221; uns doch funkelnde Nuggets der Zeitgeschichte vermacht &#8211; auf ewig für schillernde Schinken über unsere Historie.</p>
<p><span id="more-3992"></span></p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/broil1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4007" title="broil1" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/broil1-300x272.jpg" alt="" width="300" height="272" /></a>Immerhin ist die <a title="museum" href="http://www.ddr-museum.de/" target="_blank">DDR </a>(1945-89) heute quasi schon fast halb so lange tot wie sie zuvor an Jahren existierte. Märkte, Marken, Marketing gab&#8217;s dort auch. Nur alles etwas anders, ab und an eher lustig. Und vor allem nicht ganz so ernst wie Marketer in der Marktwirtschaft sonst die Themen nehmen.</p>
<p><img title="Weiterlesen..." src="http://garbersgazette.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Schöne Sprachzeugnisse verraten dabei mehr über die Vergangenheit und rufen wieder wach. Vom Volksmund kultivierte Begriffe und Brands sagen in Kürze anschaulich mehr als tausend langweilige Abhandlungen. Und es lohnt sich zu erinnern. Denn: &#8220;Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten&#8221;, las ich jüngst auf der Suche nach einem Trostspruch. Aber warum fällt mir das ausgerechnet bei einem Nachruf auf die DDR ein? Ob ganze 22 Jahre nach dem Ableben noch irgendein überzeugter Fan dem einst halbseitig eingemauerten Staat nachweint? Aber warum ist das eigentlich so abwegig? Haben die Vereinigten aller Länder womöglich sogar umgekehrt von unserem System langsam die Nase voll wegen der dauernden Krisen und Streiks, drohendem Burn-out und im Prinzip überflüssigen Bundespräsidenten, die das Amt wie Kuckucke die Nester verlassen? - Ich frage ja nur.</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/broiler.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4008" title="broiler" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/broiler-300x216.jpg" alt="" width="300" height="216" /></a>Ohne jetzt irgendwelche <a title="umfrage" href="http://www.goethe.de/lhr/prj/kal/ddr/a04/deindex.htm" target="_blank">Umfrage-Ergebnisse </a>von Soziologen über die Haltung der Deutschen zur DDR als Beleg auszugraben: Vielleicht sehnen sich ja zumindest die Millionen von &#8220;<a title="landlust" href="http://www.landlust.de/" target="_blank">Landlust</a>&#8220;-Lesern das beschauliche Leben der auf Grundbedürfnisse orientierten DDR-Wirtschaft herbei. Und wer kennt heute noch tatsächlich die einstige &#8211; wie sagt man noch?, ach ja: &#8211; &#8220;Lebenswirklichkeit&#8221;. Die Wahrheit über die DDR liegt vermutlich weiter weg von den Schilderungen der westlichen <a title="schurkenstaat" href="http://www.nfhdata.de/2011/12/28/ddr-museen-willkommen-im-spiesigen-schurkenstaat/" target="_blank">Schurkenstaat</a>-Vergleicher als uns lieb ist und näher dran an den verklärt klingenden Seufzern von Ehemaligen und Sympathisanten, die bis heute steif und fest behaupten: Alles sei ja nun wahrlich nicht schlecht gewesen in der DDR. Was vermutlich sogar stimmt, obwohl diesem Argument der stechende Makel innewohnt, dass dies früher auch Opas über das Deutschland des autobahnbauenden <a title="youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=sHK0B4p1CYA" target="_blank">Hitler </a>sagten.</p>
<p>Zur Auffrischung über echte Errungenschaften der DDR nun aber bildhübsche Beispiele, die uns eine gegen Löschteufel resistente Sprache überliefert: Da wäre der weit bekannte (gestützt? ungestützt?) bombige Begriff &#8220;Broiler&#8221;, gegen den das hiesige <a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/e0164360-8b03-48d7-a947-278a53822a82.gif"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4009" title="e0164360-8b03-48d7-a947-278a53822a82" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/e0164360-8b03-48d7-a947-278a53822a82-150x150.gif" alt="" width="150" height="150" /></a>Brathähnchen wie ein dröger <a title="MacDo" href="http://www.mcdonalds.de/" target="_blank">Big Mac </a>gegenüber einem saftigen <a title="burger king" href="http://www.burgerking.de/" target="_blank">Whopper </a>anmutet. Mitunter erhoben die DDR-Verbraucher den gegrillten Gockel sogar knusperhaft zum &#8220;Goldbroiler&#8221; (siehe Fotos). Da läuft einem doch gleich das Wasser im Mund zusammen. Wette, davon könnten <a title="wiesnehof" href="http://www.wiesenhof-online.de/" target="_blank">Wiesenhof </a>und Wettbewerber lernen. Mir unbekannt war auch bislang die Bezeichnung &#8220;Blaue Fliese&#8221;, wie umgangssprachlich im Scherz das Westgeld hieß &#8211; und zwar insbesondere in Anlehnung an unseren 100-DM-Schein, diese einst so harte Währung, die den Wandel auch nicht überlebt hat.</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/41S7ABXQR7L__SS500_2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4018" title="41S7ABXQR7L__SS500_" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/41S7ABXQR7L__SS500_2-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Sehr fein finde ich auch die &#8220;Bückware&#8221;, unter der Konsumenten der DDR begehrte Artikel verstanden, die nicht in den Regalen, sondern vor den Blicken der Käufer verdeckt unter dem Ladentisch lagerten. Großartig, gewissermaßen Versteckware! Nicht gucken, nicht anfassen. Bückware &#8211; da hätte ich als sozialisierter Wessi vorher auf Artikel der Preiseinstiegsmarken getippt, die ganz unten im Regal liegen. Dass im Leben der anderen das Ministerium für Staatssicherheit (Stasi!) volkstümlich &#8220;Horch und Guck&#8221; betitelt wurde, entbeht auch nicht einer gewissen Komik. Ebenso, dass in Anlehnung an den Volkseigenen Betrieb (VEB) &#8220;Kombinat Fortschritt Landmaschinenbau&#8221; die ostdeutschen Werktätigen die Bezeichnung &#8220;VEB Gleichschritt&#8221; erfanden.</p>
<p>Zurück zum Essen: Köstlich, dass der <a title="bismarck" href="http://www.google.de/search?q=bismarck&amp;rls=com.microsoft:de&amp;oe=UTF-8&amp;startIndex=&amp;startPage=1&amp;redir_esc=&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;hl=de&amp;tbm=isch&amp;source=og&amp;sa=N&amp;tab=wi&amp;ei=pHVXT9LNHM-KswbE_PSJDA&amp;biw=1280&amp;bih=861&amp;sei=pnVXT7zZJsSRswa8qun6Cw" target="_blank">Bismarckhering </a>bei unseren ehemaligen Nachbarn nur &#8220;Delkateßhering&#8221; hieß, weil jedwede Bezüge auf den ehemaligen deutschen Reichskanzler verpönt waren. Von wegen Servicewüste Deutschland! In der DDR gab es sogar eine Versorgungseinrichtung namens &#8220;<a title="dl-würfel" href="http://www.google.de/search?q=Dienstleistungsw%C3%BCrfel&amp;rls=com.microsoft:de&amp;oe=UTF-8&amp;startIndex=&amp;startPage=1&amp;redir_esc=&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;hl=de&amp;tbm=isch&amp;source=og&amp;sa=N&amp;tab=wi&amp;ei=cnVXT5OWD4TFtAaLmfCCDA&amp;biw=1280&amp;bih=861&amp;sei=d3VXT6j1KoHAswbj8ryyDA" target="_blank">Dienstleistungswürfel</a>&#8221; mit mehreren Behörden unter einem quadratischen Dach. Humorvoll kreierten die liebenswürdigen Zonis damals das ironische Idiom &#8220;Edescho&#8221; als Kürzel aus &#8220;Erichs Devisenschoner&#8221; (für die Kleinen unter den Lesern: Erich <a title="honecker" href="http://www.hdg.de/lemo/html/biografien/HoneckerErich/index.html" target="_blank">Honecker </a>war damals die <a title="merkel" href="http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/De/Homepage/home.html" target="_blank">Merkel </a>der DDR)  für einen Kaffee-Mix mit einem 50-prozentigen Ersatzkaffee-Anteil (die älteren Wessis kennen vielleicht noch Lachs-Ersatz).</p>
<p>Mit Blick auf Ihre Zeit und die Länge dieses Eintrags jetzt noch ein verdichtetes Potpourri: Unser Kiosk trug in neuen Bundesländern den deutlich schöneren Namen &#8220;Getränkestützpunkt&#8221;. Prösterchen und Stößchen! Mjam: Ein Burger hieß nahezu mediteran &#8220;Grilletta&#8221;, ein Hot Dog nannte sich keck &#8220;Ketwurst&#8221; (ich kannte bisher nur den Klettverschluss), die Pizza-Version der DDR-Gastronomie kam beim Bestellen von kross klingender &#8220;Krusta&#8221; und das überkandidelt versnobte &#8221;Ragout fin&#8221; wollte dort damals nur bescheiden als Würzfleisch gerufen werden. Wer durch &#8220;Sättigungsbeilagen&#8221;, wie Kartoffeln, Reis und Nudeln im Gastronomiebetrieben gerufen wurden, einige Pfunde zuviel angefuttert hatte, konnte diese auch drüben abtrainieren. Das blöde Arobic hörte in der DDR aber wenigsten auf den hübschen Namen &#8220;Popgymnastik&#8221;. Waren Sporttätige dann wohl Popgymnasten, Popgymnastiker, Popgymnasiasten oder einfach nur Popgyms? </p>
<p> <img class="aligncenter size-medium wp-image-4014" title="03_01_Goldbroiler" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/03_01_Goldbroiler-300x112.jpg" alt="" width="300" height="112" /></p>
<p>Eine ganze Gattung von Vertriebskanälen ist uns mit dem Verschwinden der DDR leider weggebrochen: Intershops, Interhotels und Intertanken. Apropos Transfer: Vor vier Jahren probierte ich &#8211; auf einer Wanderung über die älteste deutsche Route namens Rennsteig im Thüringer Wald in einem Ausflugslokal auf dem Inselberg &#8211; erstmals in meinem Leben die säuerlich-scharfe Suppe &#8220;Soljanka&#8221;, die mir der Ober empfahl und dann mit den Worten vorsetzte: &#8220;Das einzig Vernünftige, was bei uns von den Russen übrig geblieben ist.&#8221; Und wo wir gerade im Tourismus sind: unsere unfallanfälligen Kreuzfahrtschaukeln &#8211; so sie nicht an Klippen stranden &#8211; schipperten drüben gemütlich als &#8220;Urlauberschiff&#8221; über die&#8230; &#8211; ja über welche Weltmeere denn damals? Auch unterhaltsam finde ich aus der Unterhaltungsbranche, dass Dresden wegen seiner Muldenlage kein Westfernsehen empfangen konnte und deshalb umgangssprachlich als &#8220;Tal der Ahnungslosen&#8221; verschrieen war.</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/coverwalther1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4013" title="coverwalther" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/coverwalther1.jpg" alt="" width="300" height="448" /></a>Weiteres Witziges aus Wirtschaft und Arbeitswelt: Bei uns hat sich das &#8220;Xeroxen&#8221; ja nicht durchgesetzen können. Dagegen wurde der Markenname &#8220;<a title="ormig" href="http://www.jugendopposition.de/index.php?id=4609" target="_blank">Ormig</a>&#8221; drüben zur Sachbezeichnung für ein Vervielfältigungsverfahren wie hierzulande das <a title="tempo" href="http://www.tempo.net/de/" target="_blank">Tempo </a>für ein Papiertaschentuch. Ebenso verhielt es sich mit dem &#8220;Polylux&#8221; unter den Tageslichtprojektoren. Schnuckelig präsentiert wurde Stolz: Auf der &#8220;Straße der Besten&#8221; hingen in Betrieben die Porträts der vorbildlichen Werktätigen, die sich im sozialistischen Wettbewerb besonders verdient gemacht hatten. In der Kantine der Metro AG hier in der Düsseldorfer Zentrale hängt dagegen das gesamte Personal - wo bleibt da bitteschön der Leistungsgedanke?</p>
<p>Unschädlich erscheint mir auch diese schnieke Verharmlosung: Das betrieblich nicht registrierte Verschwinden von Gütern aus Lagern oder Vorratsräumen von Geschäften ging in der DDR durch als putziger &#8220;Handelsverlust&#8221;. Die leichte Untertreibung zieht sich durch selbst im Jubel, womit sich für uns auch hier heute eine Schnitte abschneiden ließe: Während unsere Jugend in der Wortwahl eher zu &#8220;voll behindert&#8221; neigt, jubelten Mädels und Jungs in der DDR statt &#8220;sehr&#8221; oder &#8220;saugeil&#8221; lieber &#8220;urst&#8221;. Urst? Ja, ein scherzhafter Superlativ beginnend mit ur-. Ist doch prima, knorke, elefantös! Wie urst erst aktuell klänge: &#8220;Unser Kunde ist urster König!&#8221; oder &#8220;Urstiges iPad, wir beten Dich an!&#8221; Wobei iPad seinerzeit selbstredend &#8220;Elektroplatte&#8221; gehießen hätte.</p>
<p>Mein Lieblingsbegriff aus DDR-Zeiten lautet allerdings &#8221;abkindern&#8221;. Da rührt und regt sich mein Vaterherz. Bei diesem Prozedere wurde Paaren nach Eheschließung auf Antrag ein zinsloser Ehekredit von bis zu 5.000 Ostmark ausgezahlt – später sogar 7.000 Mark. Bei Geburt eines oder mehrerer Kinder wurde die abzuzahlende Summe entweder gemindert oder galt bei Geburt des dritten Kindes sogar als getilgt. „Abkindern“ hat also nix mit Babyklappe zu tun, sondern war konkret eine zählbare Familienhilfe, die meines Erachtens unsere Bundesfamilienministerin Kristina <a title="schröder" href="http://www.bmfsfj.de/" target="_blank">Schröder </a>(unten im Bild nicht zu sehen) sofort wieder einführen sollte.</p>
<p><a href="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/rezept-goldbroiler-in-gemuese-geschmort-mit-kartoffelspalten-bild-nr-2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4015" title="rezept-goldbroiler-in-gemuese-geschmort-mit-kartoffelspalten-bild-nr-2" src="http://garbersgazette.de/wp-content/uploads/2012/03/rezept-goldbroiler-in-gemuese-geschmort-mit-kartoffelspalten-bild-nr-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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