Keine Krise kriegen mit „return“

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Krise als Chance: Gelegentlich gehören Gelegenheiten, selbst die Wende zum Besseren einzuleiten, zum großen Glücksfall unseres Lebens. Wenn es gelingt, bedeutet uns die saloppe Redewendung („die Kurve kriegen“) ziemlich unbekümmert, dass wir (schließlich doch noch) etwas geschafft oder erreicht haben, also nicht gescheitert sind. Nur keine Krise kriegen! Wiedererstarkte Rückkehrer, die einen „return“  hingelegt haben, genießen gleichwohl global Respekt. Simple Sprüche wie der von Arnold Schwarzenegger ausgerechnet in seiner einzig bleibenden Parade-Rolle als Terminator („I’ll be back!“) haben gar Kultstatus erreicht, obwohl es sich doch eben nicht um einen endgültigen Auslöscher, sondern eher um einen endlos sich wiederholenden Abgrenzer handelte. Kurzum: Wir mögen Menschen, die (soeben) die Kurve kratzen oder den Bogen heraushaben, eigentlich ganz gern. In der deutschen Wirtschaft ist das mit zum Erfolg zurück Wandelnden seltsamerweise anders.

cover-return-01-2015Ich selbst bin zurück und muss meine hiesigen Leser für die lange Abwesenheit an diesem Ort der Zuversicht dringend um Pardon ersuchen. Als Selbstständiger schreibe ich mir meine Entschuldigung allerdings selbst: Wegen ehrlicher Arbeit und strebsamen Fleiß war ich in den vergangenen fast fünf Wochen zeitlich erheblich eingeschränkt. Für dieses freiwillige, quasi kostenlose Werk der Aufklärung fand ich als Freiberufler keine Zeit. Denn neben anderen Tätigkeiten als eindeutig nicht andere für sich arbeiten lassender Einzelunternehmer hat mich zusätzlich und prompt wie plötzlich der niederländische Medienkonzern Wolters Kluwer über seine Deutschland GmbH (Luchterhand, Carl Heymanns) vertraglich verpflichtet. Nun gleicht dies keinem Ronaldo-Transfer, der durch die anderen Gazetten geistert, gleichwohl gebe ich stolz meinen Antritt als Chefredakteur von „return –Magazin für Sanierungsmanagement“ bekannt. Der neue Medientitel widmet sich Wegen aus der Krise, vermittelt Managern aber vor allem vorbeugende Maßnahmen. Zukunftsmanagement als ganzheitliche Unternehmensführung aus Markt- und Kundensicht ist an dieser Stelle ja nichts Neues, denn „garbersgazette“ berichtet seit jeher über solcherlei Themen (siehe auch rechts „Über dieses Blog“).

schuemann

Die erste Ausgabe unter meiner (Mit-)Verantwortung (Cover im Bild oben) darf ich Ihnen ganz uneigennützig ans Herz legen. Der Themen-Schwerpunkt zur Bedeutung von Personal für Arbeitgeber muss ausnahmslos alle aufwecken, das aktuelle Heft zu ordern oder besser noch das neue Medium zu abonnieren. Ein Merksatz aus dem Editorial von Herausgeber Hans Haarmeyer: „Organisationen, die fähig sind sich anzupassen und zu verändern, schaffen den Transformationsprozess besser, wenn in ihnen die Fürsorge für Mitarbeiter glaubhaft zu spüren ist.“ Anders formuliert: Gute Kapitäne kümmern sich um ihre Crew. Das unterstreichen übrigens in sportlichen Interviews unser erfolgreichster Segelsportler aller Zeiten, Jochen Schümann (im Bild oben), und der ehemalige Schwimmstar und heutige Unternehmensberater Dr. Michael Groß (hier unten).

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Die verlässliche Vertrauensbeziehung zwischen Führung und Belegschaft stellt sich nicht von alleine ein, sondern gehört speziell in Zeiten des Wandels hart erarbeitet. Wie das Unternehmen schaffen, also wie sie die Kurve gekriegt haben, zeigen in „return 1/2015“ unter anderem der Textilhändler Strauss Innovation. Aber auch das einst insolvente sozialwirtschaftliche Unternehmen der hessischen Behindertenhilfe Dieburg (siehe unten), was nicht nur erstaunlich ist, weil kaum jemand vermutet, dass Sozialbetriebe in eine Schieflage geraten könnten angesichts von millionenschweren Zuschüssen, angeblich krisensicheren Arbeitsplätzen und nicht abreißender Auftragslage in der Betreuung von Menschen mit Handicap. Es geht aber – und doch führt auch hier ein Weg heraus aus dem Schlamassel, was in diesem Fall den Erhalt aller Einrichtungen und Arbeitsplätze in der Behindertenwerkstatt inklusive unverändert 340 Stellen bedeutete. Interessant und spannend zu lesen, wie die Sanierungsmanager dies geschafft haben.

Mitunter lernen wir mehr aus Fehlern als aus Erfolgen. Vorbildlich herbeigeführte Veränderungen im Sinne von Change Management haben schon oft charmante Chancen eröffnet. Falls Sie als Kapitän der Wirtschaft schon Krisen überwunden haben, schreiben Sie mir bitte: chefredaktion@return-sanierungsmagazin.de

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